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Entdecke die Bundeswehr.

Alles, was du für deine ersten drei Monate bei der Bundeswehr wissen musst!

Ob General oder Admiral, Pilotin, Panzerkommandantin oder Feldjäger, jeder hat sie einst absolviert: Die Grundausbildung. Jede Soldatin und jeder Soldat durchläuft zu Beginn ihrer bzw. seiner militärischen Karriere die dreimonatige Grundausbildung. In diesen 12 Wochen wird der Grundstein gelegt, auf dem jede militärische Karriere aufbaut. Aber was genau beinhaltet die Grundausbildung? Worauf solltest du vorbereitet sein?

Soldatinnen und Soldaten von Heer, Luftwaffe und Marine stehen angetreten beim feierlichen Gelöbnis.

Für Soldatinnen und Soldaten steht die Grundausbildung am Anfang der Karriere.

Foto: © Bundeswehr / Torsten Kraatz

Gemeinsamer Standard

Die dreimonatige Grundausbildung ist für die Soldatinnen und Soldaten der verschiedenen Teilstreitkräfte und Organisationsbereiche im Wesentlichen gleich konzipiert. Egal, ob du dich für Luftwaffe, Heer, Marine, Sanitätsdienst, Streitkräftebasis oder Cyber- und Informationsraum entscheidest, du be­kommst das gleiche Wissen und die gleichen Inhalte vermittelt. Je nachdem, welchem Bereich zu angehörst, erwirbst du darüber hinaus noch spezifische Kenntnisse. Ziel ist es, dich und deine Kameradinnen und Kameraden auf einen gemeinsamen Ausbildungsstand zu bringen. Dabei werden die indi­viduellen Fähigkeiten berücksichtigt. Es geht darum, dass dein gesamter Zug, also eine Gruppe bis zu 50 Rekrutinnen und Rekruten mit den vorhandenen Stärken und Schwächen gemeinsam die „Allgemeinmilitärische Grundbefähigung“ erlangt.

Soldatinnen und Soldaten bei der Körperpflege im Wald.

Die tägliche Körperpflege wird auch im "Freien" durchgeführt.

Foto: © Bundeswehr / Martin Stollberg

Die Kameradschaft

Während deiner Grundausbildung wirst du mit vielen Situationen konfrontiert, die du so noch nicht erlebt hast. Dabei wirst du vor Hürden gestellt, die du alleine nicht bewältigen kannst. Sei es die Hindernisbahn, das Überqueren von Gewässern oder lange Märsche mit Gepäck und Ausrüstung. In ebendie­sen Situationen zeigt sich ein zentrales Element des Soldatenlebens, das du in dieser Ausprägung wahrscheinlich noch nicht erlebt hast - die Kamerad­schaft.


 

Mehrere Soldaten trainieren unterschiedliche Disziplinen auf dem Sportplatz.

Soldatinnen und Soldaten müssen fit sein und sollten deshalb regelmäßig trainieren.

Foto: © Bundeswehr / Mario Bähr



Der Schwerpunkt der Grundausbildung - Fitness

Die körperlichen Anforderungen des Soldatenberufs sind hoch. Dement­sprechend wird von den Soldatinnen und Soldaten in der Grundausbildung bereits ein Mindestmaß an körperlicher Leistung verlangt. Zu Beginn und am Ende der Grundausbildung wird diese beim sogenannten Basis-Fitness-Test überprüft, bei dem du in drei Disziplinen zeigen kannst, ob und wie sich deine Leistungsfähigkeit während den drei Monaten im besten Fall gesteigert hat. Das Zusammenspiel von Kraftsport und Ausdauer ist hier der Schlüssel zum Erfolg.


 

Drei Soldaten stehen mit gezogener Pistole am Schießstand.

Die Ausbildung an der Waffe ist ein wichtiger Bestandteil der Grundausbildung.

Foto: © Bundeswehr / Sebastian Wilke

 

Lehre vom Schuss

Selbstverständlich lernst du auch den sicheren Umgang mit den Hand­feuerwaffen der Bundeswehr kennen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Gewehr G36 sowie der Pistole P8. Es ist wichtig, über die technischen Eigenschaften der Waffen Bescheid zu wissen. Dabei übst du zuerst den genauen Ablauf des Schießens. Erst, wenn du diesen verinnerlicht hast wird mit scharfer Munition geschossen. Denn wer die „Lehre vom Schuss“ nicht beherrscht, darf auf der Schießbahn maximal zuschauen.

 

 



Politische Bildung

Als Soldatin bzw. als Soldat ist es neben der körperlichen Fitness und guten Ergebnissen auf der Schießbahn genauso wichtig, sich mit politischen Themen auseinanderzusetzen und stets "up to date" zu sein. So wirst du neben langen Tagen im Wald oder auf dem Sportplatz auch immer wieder im Hörsaal sitzen und unter anderem lernen, welche besonderen Rechte und Pflichten dich als frische Soldatin bzw. frischem Soldaten erwarten, was es bedeutet ein „Staatsbürger in Uniform“ zu sein und wie du dich als ebensolcher richtig verhältst.


Erste Hilfe und Sanitätsdienst

Im Ernstfall muss jede Soldatin und jeder Soldat Erste Hilfe leisten können. Den Stellenwert dessen sieht man an der Dauer der Ausbildung. So findet eine ganze Woche reine Ausbildung an realitätsnahen Fallbeispielen statt. Hier lernst du unter anderem, unter Zeitdruck verschiedene Wunden richtig zu versorgen und im Team zu funktionieren.


Formaldienst

Du kannst dir unter Formaldienst noch nichts vorstellen? Das macht nichts. Auf dem Plan stehen für den Soldatenberuf alltägliche Dinge wie zum Beispiel der militärische Gruß, die korrekte Meldung an den Vorgesetzten, das Lernen der Dienstgrade oder auch das richtige Verhalten beim Marsch.

Eine Gruppe Soldaten sitzt um eine Landkarte herum, um sich zu orientieren.

Im Gelände lernen die Rekrutinnen und Rekruten unter anderem, sich mit Karte und Kompass zu orientieren.

Foto: © Bundeswehr / Sebastian Wilke

Im Gelände

Bei den Soldatinnen und Soldaten teils geliebt, teils verhasst: Geländetage. Ob nur ein Feuer im winterlichen Wald, statt der warmen Heizung in der Stube, orientieren mit dem Kompass, statt mit dem Handy oder marschieren mit 15kg schweren Rucksack, statt mit Jutebeutel über der Schulter - Im Biwak wirst du an deine körperlichen Grenzen gebracht und bist auf dich selbst und deine Kameradinnen und Kameraden angewiesen. Hier werden eure neu erlernten Fähigkeiten im Team auf die Probe gestellt, wenn ihr zusammen mindestens eine Nacht im Wald verbringt. Dann heißt es Stellungen graben, Zelte aufbauen, Feuer machen und Nachtschießen – nicht zu vergessen: Ihr könntet jederzeit angegriffen werden und müsst wachsam sein. Hier lernst Du ganz sicher was fürs Leben!



Du bist neugierig geworden und kannst dir sogar vorstellen, intensive und aufregende 3 Monate zu erleben, um die Bundeswehr kennenzulernen? Du willst spüren, was wahre Kameradschaft bedeutet und mit dir macht?  Vielleicht wäre dann der Freiwillige WehrdienstLink öffnet sich in neuem Fenster etwas für dich. Da hast du die Wahl und kannst die Bundeswehr in einem Zeitraum zwischen sieben und 23 Monaten kennen lernen.

Bevor es für dich in die Grundausbildung geht: Bereite dich gut vor!

In der Grundausbildung werden dir alle Grundlagen beigebracht, die du für deine militärische Karriere benötigst. Eine gute Vorbereitung ist dabei das A und O. Je besser du vorbereitet bist, desto einfacher hast du es im Anschluss. Solltest du dich also auch auf deine Grundausbildung vorbereiten wollen, findest du hier einige Tipps. Um direkt richtig durchzustarten gewöhn dich auch schon mal daran, regelmäßig joggen zu gehen oder Liegestütze zu machen!

Gut gerüstet bist du außerdem, wenn du dich regelmäßig auf unserer Seite über die Bundeswehr informierst!

Autor: Bundeswehr/ME