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Fahrzeuge vom Typ Wolf des deutschen Einsatzkontingents KFOR stehen für den Rücktransport bereit.

Fahrzeuge vom Typ Wolf des deutschen Einsatzkontingents KFOR stehen für den Rücktransport bereit

Foto: © Bundeswehr/ Remus

Wir bleiben engagiert – Soldaten ziehen um nach Pristina

Es ist der bislang längste Auslandseinsatz der Bundeswehr. Die deutschen Soldaten engagieren sich seit fast 20 Jahren im Kosovo. Das Feldlager Prizren wurde 2019 geschlossen und an die kosovarische Regierung übergeben. Doch die Bundeswehr bleibt auch weiter für die Sicherheit und Stabilität im Kosovo Teil der Kosovo Force – im Hauptquartier in Pristina.


Derzeit befinden sich noch knapp 90 deutsche Soldaten im Feldlager. Diese sind dafür verantwortlich, den Rückbau zu koordinieren und das restliche Material nach Deutschland zu bringen.

Ein Soldat bereitet einen Container für den Transport vor.

Ein Soldat bereitet einen Container für den Transport vor.

Foto: © Bundeswehr/ Tessensohn

Zukunft des Feldlagers steht fest

Eine der Hauptaufgaben der Soldatinnen und Soldaten ist es, die Verträge für die Übergabe des Lagers vorzubereiten und abzuschließen. Dafür werden Termine mit den ortsansässigen Firmen wahrgenommen und Vereinbarungen getroffen. Weiterhin besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit. Diese sitzt mit einem Vertreter in dem Feldlager und wird künftig die Nutzung des Feldlagers planen. Aus dem alten Lager soll ein Innovations- und Trainingspark werden.



Das Denkmal zeigt das Logo der NATO, eine Kompassrose mit vier Linien.

Das Denkmal zu Ehren der internationalen Organisation, das im Juni 2010, am elften Jahrestag der Ankunft der NATO-Truppen im Kosovo, eingeweiht wurde

Foto: © Bundeswehr/ Neumann


Die Bundeswehr bleibt engagiert im Kosovo


Seit 2019 leisten die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr ihren Dienst ausschließlich im Sitz des Hauptquartiers KFOR in Pristina. Der Schwerpunkt der deutschen Unterstützung liegt auf der Besetzung des Hauptquartiers und den Tätigkeiten des Militärberaters. Das Team hilft außerdem bei der Weiterentwicklung der Sicherheit im Kosovo und der Ausbildung zu Sicherheitskräften.






Eingang des Wirtschaftsgebäudes in Prizren

Das Wirtschaftsgebäude in Prizren

Foto: © Bundeswehr/ Neumann


Die Bundeswehr leistet damit auch in Zukunft einen unverzichtbaren und willkommenen Beitrag für die Stabilität des Kosovo und die Sicherheit seiner Bevölkerung.

Autor: Denise Alten

Hintergrund zu KFOR

Kosovo

Der Kosovo ist ungefähr halb so groß wie das Bundesland Hessen und hat 1,75 Millionen Einwohner. Rund 88 Prozent der Bevölkerung sind albanischer, etwa sieben Prozent serbischer Abstammung. Der Rest verteilt sich auf einige andere Ethnien. Die Hauptstadt ist Pristina. 2008 erfolgte die Unabhängigkeitserklärung von Serbien. Der Kosovo wird noch nicht von allen Ländern als souveräner Staat anerkannt, darunter auch EU-Staaten wie Spanien und Griechenland.


Bundeswehr

Mit 6.500 Soldaten startete die Bundeswehr 1999 in den KFOR-Einsatz. Anfänglich war die Bundeswehr auch mit schweren Waffensystemen wie Leopard 2Link öffnet sich in neuem Fenster und Marder präsent. Momentan sind noch etwa 174 Soldaten im Einsatz. Hauptstandort wird das Feldlager Pristina im Zentrum des Landes.


KFOR

KFOR ist die von der UN mandatierte internationale Friedenstruppe. Sie begann 1999 mit bis zu 50.000 Soldaten die Befriedung des Kosovo und sorgte dafür, dass die serbischen Truppen aus dem Kosovo abzogen. Die Anzahl der Truppen wurde immer weiter reduziert, nachdem die Sicherheitslage besser wurde. Momentan sind noch etwa 4.000 Soldaten aus 28 NATO-Staaten im Einsatz. Das KFOR-Hauptquartier befindet sich in der Hauptstadt Pristina.