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Eurofighter über den Wolken.

Über den Wolken – Traumberuf Pilot

Wer hat als Kind nicht davon geträumt? Pilot eines Jets zu sein - alleine im Cockpit in schwindelerregender Höhe bei atemberaubender Geschwindigkeit. Also Lennart schon! Das ist einer der Gründe, warum er sich damals für die Luftwaffe Link öffnet sich in neuem Fensterentschieden hat. Heuten berichten wir dir von Lennart, den wir bei einem Teil seiner Ausbildung zum Piloten begleitet haben.

Ein Pilot im Fliegerkombi steht vor einer Flugzeughalle.

Eurofighter-Pilot Lennart in seiner Fliegerkombi; es fehlt nur noch der Helm.

Foto: © Bundeswehr / Sonja Paetzold

Die Pilotinnen und Piloten bei der Bundeswehr sind jeweils auf ein Luftfahrzeug spezialisiert. Das kann beispielsweise das Transportflugzeug A400M, der Kampfhubschrauber Tiger oder auch eine Drohne sein. Oder, wie bei Lennart, der Kampfjet Eurofighter. Die vier bis fünfjährige Ausbildung zum Kampfjetpiloten hat Lennart bereits erfolgreich durchlaufen.

Alle Soldatinnen und Soldaten durchlaufen zu Beginn eine GrundausbildungLink öffnet sich in neuem Fenster, so natürlich auch die Pilotinnen und Piloten, die diese im Rahmen der Ausbildung zum Offizier absolvieren. Hat man sich für eine Ausbildung mit Studium entschieden, steht in der Regel zunächst ein technisches Studium an.

In Lennarts Fall, der sich für den Ausbildungsgang ohne Studium entschieden hat, folgten eine Sprachausbildung in Englisch und eine etwa achtmonatige fliegerische Vorausbildung. Diese Vorausbildung enthält unter anderem theoretische Anteile wie das spezielle "Flieger-Englisch" und vor allem viele praktische Anteile. Dazu gehört beispielsweise ein Überlebenstraining auf See, bei dem die Pilotinnen und Piloten lernen, wie sie reagieren und handeln müssen, falls sie in Seenot geraten.

Ein Pilot sitz angeschnallt in einem Schleudersitz der Zentrifuge.

Lennart in der Humanzentrifuge, wo er Kräften bis zu 9G (neunfaches Körpergewicht) ausgesetzt ist.

Foto: © Bundeswehr / Sonja Paetzold

Ein weiterer bedeutender Schwerpunkt ist die flugphysiologische Ausbildung, bei der es darum geht, die Pilotin bzw. den Piloten an die körperlichen Anforderungen im Flugzeug zu gewöhnen und zu trainieren. Insbesondere in den Kampfjets müssen sie besonderen Herausforderungen gewachsen sein. Es wirken dort sogenannte G-Kräfte auf den Körper. So werden Belastungen genannt, die aufgrund starker Änderung von Geschwindigkeiten auf den Körper einwirken. Vielleicht hast du das schon einmal in der Achterbahn erlebt, wenn du bei einem Innenlooping in den Sitz gedrückt oder bei einem Außenlooping aus dem Sitz herausgehoben wirst.

Der letzte und sicherlich aufregendste Teil der Vorausbildung findet in Goodyear Arizona statt, wo Lennart ca. 30 Flugstunden auf einem Propellerflugzeug absolviert hat, um die praktischen Grundlagen des Fliegens zu erlernen.

Die folgende ca. 15-monatige Grund- und Fortgeschrittenenausbildung für Jetpiloten hat er gemeinsam mit weiteren Flugschülerinnen und Flugschülern anderer NATO-Staaten in Texas (USA) durchlaufen und mit dem Militärluftfahrzeugführerschein erfolgreich abgeschlossen. Nach sehr vielen Flugstunden, viel Pauken und intensivem Trainieren ist Lennart jetzt Pilot.

Zwei Kampfflugzeuge fliegen dicht nebeneinander über einer Wolkendecke.

Die Eurofighter der Alarmrotte sind immer im Doppelpack unterwegs.

Foto: © Bundeswehr / Kevin Schrief

Der Einsatz als Pilot eines Kampfjets erfordert darüber hinaus noch eine Einweisung ins taktische Fliegen, das heißt man lernt, wie man mit seinem Kampfjet z.B. feindliche Luftfahrzeuge oder feindliche Truppen am Boden bekämpft.

Damit er fit bleibt, muss Lennart die flugphysiologische Ausbildung regelmäßig wiederholen.

Wir haben ihn bei seinem Training in der Humanzentrifuge, dem Desorientierungssimulator und der Unterdruckkammer begleitet.

Einen Ausschnitt davon zeigen wir dir unten im Video.

Autor: Bundeswehr/SCH

In der Humanzentrifuge

Pilot zieht sich den Overal an.

Lennart in der Humanzentrifuge