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Mehrere Soldaten versorgen einen verletzten Kameraden.
Zwei Soldaten versorgen einen verwundeten Soldaten.

In der beweglichen Luftlanderettungsstation können Patientinnen und Patienten schnell und bestmöglich versorgt werden.

Foto: © Bundeswehr / Marco Dorow

Hinter feindlichen Linien springen die ersten Soldatinnen und Soldaten der Fallschirmjägertruppe ab. Ihr Ziel: Die Aufklärung von feindlichen Truppen. Aber bereits die Landung mit dem Fallschirm birgt Gefahren. Ein Soldat gerät in Turbulenzen, muss notlanden und verletzt sich dabei schwer. Hier kommen die Luftlandesanitätskräfte zum Einsatz, die in solchen Situationen eine professionelle medizinische Erstversorgung ermöglichen. Sie kümmern sich um ihre Kameradinnen und Kameraden und sorgen dafür, dass diese so schnell wie möglich in Sicherheit gebracht und medizinisch versorgt werden.

Die Soldatinnen und Soldaten der Luftlandesanitätskräfte sind Fallschirmspringerinnen und -springer sowie Sanitätspersonal zugleich. Die Fähigkeit "Fallschirmsprung" gehört für sie dazu, wie bei allen Angehörigen der Fallschirmjägertruppe auch. Anders als in den meisten anderen Sanitätsbereichen Link öffnet sich in neuem Fensterder Bundeswehr sind die Luftlandesanitäterinnen und -sanitäter ausschließlich für die sanitätsdienstliche Versorgung ihrer Fallschirmjägerinnen und -jäger zuständig und hierfür speziell ausgebildet und mit besonders leichten Fahrzeugen und Sanitätszelten ausgestattet.

Der leichte Transportpanzer Wiesel 2 Sanitätstrupp auf einer Freifläche.

Der leichte Transportpanzer Wiesel 2 Sanitätstrupp ist ein kleiner, kompakter Retter in der Not.

Foto: © Bundeswehr / Florian Gärtner

Sobald am Ort des Geschehens angekommen, beginnt die Arbeit des Luftlandesanitätstrupps. Er fährt mit dem recht kleinen und kompakten leicht gepanzerten Fahrzeug vom Typ "Wiesel 2 San" vor und übernimmt die Verletzte oder den Verletzten. Das Übergabegespräch mit der Truppe vor Ort dauert gefühlt nur einen Wimpernschlag, denn jetzt zählt jede Sekunde. Anschließend wird blitzschnell verladen und der Wiesel fährt in Windeseile aus der gefährlichen Zone. Unweit entfernt, aber im sicheren Abstand, wartet bereits ein Arzttrupp in einer LuftlanderettungsstationLink öffnet sich in neuem Fenster, um die Patientin oder den Patienten zu versorgen. Eine Ärztin oder Arzt übernimmt hier sofort die weiteren medizinischen Maßnahmen und gewährleistet so den sicheren Abtransport in eine größere Sanitätseinrichtung.

Mehrere Soldatinnen und Soldaten tragen einen verletzten Soldaten übern ein Gleisbett.

Jede Sekunde zählt. Die Soldatinnen und Soldaten der Luftlandesanitäter kämpfen um jede Sekunde um Leben zu retten.

Foto: © Bundeswehr / Marco Dorow

So oder ähnlich schaut der Ablauf bei einem Einsatz eines Luftlandesanitätstrupps aus. Der Trupp muss vor allem klein, schnell und beweglich sein, um in den gefährlichen Einsatzgebieten seinen Auftrag bestmöglich erfüllen zu können. Diese Spezialisierung zeigt sich auch bei den besonderen Fahrzeugen: Hierzu verfügen sie über den kleinen Wiesel 2 San und das Transportfahrzeug Hägglund. Aber nicht nur von Fahrzeugen aus versorgen die Luftlandesanitäterinnen und -sanitäter ihre Kameradinnen und Kameraden. Auch ohne motorisierte Unterstützung sind die Trupps fest in die jeweiligen Teams integriert. Hier führen sie zusätzlich zu der taktischen Ausrüstung noch einen Rettungsrucksack mit und müssen dabei körperlich dasselbe leisten, wie die Fallschirmjägerinnen und Fallschirmjäger um sie herum.

Durch die feste Zusammengehörigkeit entsteht unter den Soldatinnen und Soldaten ein ganz besonderes Vertrauensverhältnis, welches vor allem im Einsatz enorm wichtig ist, da man sich zu 100 Prozent auf den anderen verlassen können muss. Bei regelmäßigen gemeinsamen Übungen trainieren und kämpfen die Luftlandesanitätskräfte und die Fallschirmjägertruppe Seite an Seite, um ständig besser zu werden.

Autor: Bundeswehr / AS

Zwei Soldaten beim Aufbau einer Luftlanderettungsstation.