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Drei weiße Flugzeuge der Flugbereitschaft stehen mit einer grauen Maschine der Luftwaffe auf einem Rollfeld.

Der Aufgabenbereich der Flugbereitschaft umfasst unter anderem den Transport von hochrangigen Militärs, Regierungsmitgliedern und Staatsgästen sowie den Kranken- und Verwundetentransport.

Foto: © Bundeswehr / Ingo Bicker

VIP an Bord - Die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung

Unsere Bundesregierung muss weltweit die verschiedensten Termine wahrnehmen. Doch wie kommt die Bundeskanzlerin oder die Verteidigungsministerin zu solchen Terminen? Da ein ziviler Flug nicht die geforderte Flexibilität ermöglicht, sind Frauen und Männer wie Fridtjof gefragt. Sie sind Teil der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung.

 

 

Die Flugbereitschaft ist mit ihren rund 1.200 Soldatinnen und Soldaten sowie knapp 100 zivilen Beschäftigten für den Transport von Personal, insbesondere VIPs, und von Material zuständig. Fridtjof ist seit 2008 bei der Bundeswehr und fliegt als Co-Pilot mehrere Flugzeugtypen der „weißen Flotte“ in der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung.

Der Pilot Fridtjof steht vor einem weißen Flugzeug der Flugbereitschaft.

Fridtjof hat eine mehrjährige Ausbildung absolviert, bevor er für die VIPs fliegen durfte.

Foto: ©Bundeswehr / Daniel Köcher

Eine seiner Aufgaben ist der weltweite Transport von hochrangigen Militärs, Politikerinnen und Politikern sowie Staatsgästen. Er wollte immer einen herausfordernden und interessanten Job haben und hat von klein auf vom Fliegen geträumt.

Der Airbus A340 mit dem Namen „Konrad Adenauer“ steht auf einem Rollfeld am Flughafen.

Der Airbus A340 „Konrad Adenauer“ wird hauptsächlich für den Transport von VIPs, wie der Verteidigungsministerin oder der Bundeskanzlerin eingesetzt.

Foto: © Bundeswehr / Mais

Während seiner mehrjährigen Ausbildung in Deutschland und den USA wurde er darin ausgebildet, das Militärflugzeug C-160 Transall sowie später die Flugzeuge der Airbus A320 Familie und den Airbus A340 sicher zu fliegen.

 

Neben der fliegerischen Tätigkeit ist er Einsatz- und Planungsoffizier für die VIP-Flüge. Das bedeutet, dass er die Aufträge mit einem Team ausplant und vorbereitet. Gemeinsam planen sie den gesamten Flug, beispielsweise die Flugroute, welche Flughäfen angeflogen werden und wo das Flugzeug vor Ort untergebracht werden kann, damit es sicher bewacht wird. Und natürlich auch, woher neue Verpflegung und Kerosin, so heißt der Treibstoff für Flugzeuge, besorgt werden kann.

„Ich bekomme in diesem Job sehr viel vom politischen Weltgeschehen mit.“ schwärmt Fridtjof, „Der Job macht mir Spaß und ich bin mit viel Herzblut dabei. Ich mag die Vielseitigkeit der Aufträge. Eben kein routinemäßiger Alltag. Ich trage Verantwortung für Personal und Material - und natürlich insbesondere für die Fluggäste. Das klappt nur mit gutem Teamwork.“

Die Verteidigungsministerin steht vor einem Flugzeug der Flugbereitschaft.

Die Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer auf dem Weg zu einem Truppenbesuch im Ausland.

Foto: © Bundeswehr / Jan Butzkies

Jeder Einsatz beginnt mit einer Flugvorbereitung, dort werden unter anderem Wetter und Flugstrecke kontrolliert und analysiert. Schließlich müssen die Pilotin bzw. der Pilot richtig reagieren können, wenn beispielsweise ein Unwetter droht. Abschließend wird das Cockpit vorbereitet und ein Rundgang um das Flugzeug gemacht. Erst wenn alles seine Richtigkeit hat, dürfen die Fluggäste einsteigen und es kann losgehen.

Gemeinsam mit seinem Kommandanten, der die Hauptverantwortung für das Flugzeug trägt, wird der Flugauftrag aus dem Cockpit durchgeführt. Als Co-Pilot unterstützt Fridtjof den erfahreneren Piloten bzw. die Pilotin zu seiner linken Seite. „Jeder hat klar definierte Aufgaben, damit in der Luft alles reibungslos funktioniert. Der Pilot bzw. die Pilotin – auch Pilot Flying genannt – startet und landet das Flugzeug, während ich als Co-Pilot alles überwache und den Funkkontakt zum Boden halte. Wir müssen uns beide jederzeit aufeinander verlassen können. Teamwork eben. Diese Aufgaben werden regelmäßig getauscht, sodass ich auf dem Rückflug starten und landen werde und der Kommandant entsprechend überwacht. Mein Ziel ist es, bald den Sitz zu wechseln und Kommandant zu werden. Mit diesem Job trägt man die gesamte Verantwortung für Mensch und Maschine. Wenn es Schwierigkeiten gibt, ist man derjenige, der dafür eine Lösung finden muss. Das kann schon ziemlich herausfordernd sein. Aber damit würde für mich ein Traum in Erfüllung gehen. Mein bisher größtes Highlight war mein erster Flug mit dem ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck an Bord. Da war ich schon ein wenig nervös. Aber natürlich sind meine Crew und ich Profis, egal wer an Bord ist, und so ist alles glatt gelaufen. Mittlerweile ist es für mich Alltag geworden, hochrangige Personen durch die Welt zu fliegen. Allerdings freut man sich nach solch aufregenden Flügen wieder zu Hause zu sein.“

Autor: Bundeswehr/FS