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Die Bundeswehr einfach mal kennenlernen – Der Freiwillige Wehrdienst

Du findest die Bundeswehr spannend, bist dir aber nicht ganz sicher, ob es wirklich das Richtige für dich ist? Kein Problem! Mach’s wie Rebecca, die dir heute von ihren Erfahrungen als Freiwilligen Wehrdienst Leistende berichtet.

Eine Soldatin fährt mit einem Fahrrad an einem Wegweiser Bundeswehr vorbei.

Beim Freiwilligen Wehrdienst kannst du die Bundeswehr kennen lernen.

Foto: © Bundeswehr / Jonas Weber

„Mein Vater war Soldat. Dadurch hatte ich bereits früh einen starken Bezug zum Militär. Mit 19 Jahren und direkt nach dem Abi wollte ich mich aber nicht so gern gleich für viele Jahre verpflichten und suchte nach einer passenden Alternative. Über die Medienauftritte der Bundeswehr sowie verschiedene Messebesuche wurde ich auf den Freiwilligen Wehrdienst aufmerksam und dachte mir „Das ist es!“. Also vereinbarte ich einen Gesprächstermin mit einem Karriereberater der Bundeswehr und wurde bereits knapp sechs Wochen später zum Eignungstest im Karrierecenter eingeladen. Nachdem ich einen computerassistierten Test, ein psychologisches Gespräch sowie eine ärztliche Untersuchung durchlaufen hatte, bekam ich direkt die Zusage für eine Stelle.

Jetzt bin ich seit fast 14 Monaten als „FWDL’er“ bei der Bundeswehr. Zuallererst musste ich die dreimonatige GrundausbildungLink öffnet sich in neuem Fenster durchlaufen. Da wird der Grundstein für die militärische Karriere gelegt, indem du die militärischen Grundkenntnisse vermittelt bekommst. Da gab es einige Situationen, in denen ich an meine körperlichen und auch psychischen Grenzen kam und daran dachte, wieder zu kündigen. Dies ist während der sechsmonatigen Probezeit möglich. Aber alles ist machbar, wenn du deinen „inneren Schweinehund“ überwindest und es durchziehst. Außerdem war ich ja nicht allein. Überall haben wir uns gegenseitig geholfen und ich habe zum ersten Mal erlebt, was Kameradschaft bedeutet.

Eine Soldatin und ein Soldat helfen sich bei gegenseitig dabei, eine Holzwand zu überwinden.

Kameradschaft wird bei der Bundeswehr großgeschrieben, denn allein kommst du nicht weit.

Foto: © Bundeswehr / Christian Zielonka

Nach der Grundausbildung folgt meist die einsatzvorbereitende Ausbildung. Denn grundsätzlich können auch Freiwilligen Wehrdienst Leistende ab einer Verpflichtungszeit von 12 Monaten an Auslandseinsätzen der Bundeswehr teilnehmen. Dazu wurde mir gesagt, dass es von der jeweiligen Einheit, der Verwendung und dem Ausbildungsstand jeder einzelnen Soldatin bzw. jedes einzelnen Soldaten abhängt, ob sie oder er in den Einsatz darf. Ich habe mich bewusst entschieden, Soldatin zu werden, und da gehört das einfach dazu und daher würde ich diese Erfahrung gern machen. Ich möchte meinem Land ja auch etwas zurückgeben.

 

Aktuell arbeite bzw. diene ich im Geschäftszimmer meiner Kompanie. Da fallen die unterschiedlichsten Aufgaben an. Zum Beispiel verwalte ich verschiedene Akten, erstelle Pläne und verteile die Post. Außerdem bin ich für die Pflege der Urlaubskartei zuständig. Das sind Aufgaben, die viele meiner Freunde in ihren zivilen kaufmännischen Berufen auch machen. Ich habe aber natürlich auch militärische Aufgaben – so geht es zum Beispiel auf den Truppenübungsplatz, um die gelernten Fähigkeiten wie das Schießen und den Kampf in der Gruppe zu verbessern. Und da ich als Soldatin auch fit sein muss, bin ich regelmäßig auf dem Sportplatz oder im Kraftraum. Das können meine Freunde nicht. Das Beste ist aber, dass bei entsprechender Eignung und Bedarf eine Übernahme als Soldatin auf Zeit und gegebenenfalls ein Laufbahnwechsel beispielsweise als Offizierin möglich ist. Und wenn dann weiterhin alles gut läuft und meine Leistungen stimmen, kann ich auch Berufssoldatin werden.

Eine Soldatin wird von einem Augenarzt untersucht.

Soldatinnen und Soldaten müssen fit und gesund sein - die Kosten der medizinischen Versorgung übernimmt der Dienstherr.

Foto: © Bundeswehr / Stephan Ink

 

Auch die medizinische Versorgung für Soldatinnen und Soldaten ist gut, aber anders als bei meinen Freunden im zivilen Leben. Wir erhalten kostenfreie medizinische Versorgung, das heißt, die Bundeswehr übernimmt die Kosten. Dafür muss ich zunächst zu einem Truppenarzt bei der Bundeswehr und werde, sofern erforderlich, zu einem Facharzt überwiesen.

Und nach meinem Freiwilligen Wehrdienst habe ich mich entschieden, bei der Bundeswehr zu bleiben. Ich kann jedem nur raten, das Ganze auszuprobieren, denn die Bundeswehr ist nun mal kein normaler Arbeitgeber - für mich ist es aber genau der Richtige.“


Wer erst einmal ganz unverbindlich einen Eindruck von der Ausbildung und Arbeit der Bundeswehr bekommen möchte, kann ab dem 17. Lebensjahr mit dem Einverständnis der Erziehungsberechtigten den Freiwilligen Wehrdienst leisten. Der Zeitraum ist von mindestens sieben Monaten bis maximal bis zu 23 Monaten frei wählbar und wird ausschließlich in der Laufbahn der Mannschaften geleistet. Anschließend kannst du dich in Abhängigkeit von deinen Voraussetzungen für eine Laufbahn entscheiden. Der Freiwillige Wehrdienst ist in allen Teilstreitkräften und Organisationsbereichen möglich.

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Autor: Bundeswehr/TR