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Eine Gruppe weiblicher Sanitätsoffiziere aus dem Jahr 1989.

Seit 2001 dürfen Frauen als Soldatin in allen Bereichen der Bundeswehr dienen. Das Bild zeigt weibliche Sanitätsoffiziere aus dem Jahr 1989.

Foto: © Bundeswehr / Thomas Imo

Frauen bei der Bundeswehr

1989, als das Foto aufgenommen wurde, durften Frauen bereits als Soldatinnen dienen. Allerdings nur im Sanitäts- oder Militärmusikdienst.

Durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs wurden 2001 auch alle anderen militärischen Laufbahnen uneingeschränkt für Frauen geöffnet.

Während 2001 nur etwa 6.700 Soldatinnen in der Bundeswehr dienten, sind es heute rund 22.500. Das entspricht einem Frauenanteil in den militärischen Bereichen von etwa 12 Prozent - Tendenz steigend.

Junge Marine Soldatinnen bei der Vereidigung.

Nicht nur die Uniformen sind moderner geworden. Heutzutage dienen Soldatinnen in allen Bereichen der Bundeswehr.

Foto: © Bundeswehr / Björn Wilke

Egal ob auf einem U-Boot, in einem Panzer, als Pilotin, in einer Werkstatt oder in der IT - es gibt keinen Bereich in der Bundeswehr, in dem nicht auch Soldatinnen dienen.

Sie arbeiten unter den gleichen Bedingungen wie ihre männlichen Kameraden. Mutig und couragiert packen sie im Team zusammen an und erfüllen gemeinsam ihren Auftrag.

Anhand einiger Beispiele zeigen wir dir, in welchen Bereichen heute schon viel Frauenpower steckt. Diese Beispiele zeigen natürlich nur einen kleinen Ausschnitt der vielfältigen Möglichkeiten für Frauen in der Bundeswehr. Mehr Informationen findest du auf unserer Karriereseite.

Eine Luftfahrzeugtechnikerin lächelt in die Kamera.

In der Luftfahrzeugtechnik gibt es vielfältige Aus- und Entwicklungsmöglichkeiten für Soldatinnen.

Foto: © Bundeswehr / Marcus Rott

Luftfahrzeugtechnikerin

Sie krempeln ihre Ärmel hoch, um Störungen zu finden und zu beheben. Sie setzen wichtige Anlagen, Systeme und Module von Luftfahrzeugen instand und sorgen mit ihrem technischem Know-how und handwerklichen Geschick dafür, dass diese zuverlässig funktionieren.

 

Eine Soldatin arbeitet an einem Laptop.

Die Soldatinnen für elektronische Kampfführung ermitteln Gefahren durch virtuelle Angriffe und bekämpfen diese.

Foto: © Bundeswehr / Martina Pump

Spezialistin für elektronische Kampfführung

Sie sind die Expertinnen für die Abwehr unsichtbarer Angriffe. Hochmoderne elektronische Technologien kommen zum Einsatz, um zum Beispiel Hinweise zur Lage in Krisengebieten zu erhalten und zu bewerten. Spezialisierungs­möglichkeiten gibt es zum Beispiel in den Tätigkeitsfeldern Sprechfunk, Tastfunk und Elektronische Aufklärung. 

Eine Zugführerin im Wachbataillon hält die recht Hand zum militärischen Gruß an die Schläfe.

Als Zugführerin im Wachbataillon stehst du mit deinen Soldatinnen und Soldaten in der ersten Reihe bei Staatsempfängen.

Foto: © Bundeswehr / Arno Kehrberg

Zugführerin im Wachbataillon

Am roten Teppich stehen sie beim Empfang von Staats­­gästen in der ersten Reihe. Ob Großer Zapfenstreich, Ehrenposten­­einsatz oder Salut­­schießen - die Zugführerinnen des Wachbataillons führen ihre Soldatinnen und Soldaten mit Präzision und Perfektion im Protokolldienst.

Die Kampfmittelabwehroffizierin im Feld bei der Arbeit mit einem Roboter zum Entschärfen. Im Hintergrund ein Panzer.

Offiziere für Kampfmittelabwehr nutzen bei ihrer Arbeit oft Roboter zum Entschärfen von Munition oder Minen.

Foto: © Bundeswehr

Offizier für Kampfmittelabwehr

Die Beseitigung und Vernichtung von Munitionsfunden, Munitions­­beständen oder explosiven Stoffen, ohne dass jemand zu Schaden kommt, ist Aufgabe der Kampfmittelabwehr. Die Soldatinnen dort brauchen nicht nur eine extrem ruhige Hand, sondern auch stahlharte Nerven.

Ein weiblicher Sky Marshall steht in Uniform vor einem Flugzeug.

Als Sky Marshall sorgst du für die Sicherheit im Flugbetrieb, vor allem im Auslandseinsatz.

Foto: © Bundeswehr / Johanna Hagn

Sky Marshall

Sky Marshalls gehören zu den Feldjägern - der Militärpolizei - und werden vor allem im Auslandseinsatz für die Luftsicherheit eingesetzt. Sie sind für den Schutz von Fluggästen, Besatzung und Fracht zuständig. Zu ihren Aufgaben gehören nicht nur Personenkontrollen und das Überprüfen des Handgepäcks, sondern auch die Begleitung von einheimischen Zivilpersonen bei Flügen im Einsatzgebiet sowie die Sicherung von Flugfeldern und ihr
Schutz vor feindlichen Übernahmen.

Gleiche Rechte und gleiche Pflichten

Die Soldatinnen der Bundeswehr haben grundsätzlich die gleichen Rechte und Pflichten wie ihre männlichen Kameraden. Sie werden nach identischen Kriterien geprüft, ausgebildet, eingesetzt, gefördert, befördert und besoldet.

Eine Soldatin hilft ihrer Kameradin bei der Aufnahme des schweren Marschrucksacks.

Abmarsch! Mit dem schweren Marschgepäck helfen sich auch Kameradinnen gegenseitig.

Foto: © Bundeswehr / Detmar Modes

Fragt man die männlichen Soldaten, was sich seit 2001 in der Bundeswehr verändert hat, antworten viele: „Der Ton ist freundlicher geworden!“ Die Erfahrungen aus der Truppe belegen eine gute Aufnahme und Akzeptanz der Frauen im Soldatenstatus. Die Soldatinnen zeichnen sich durch hohe Motivation, großen Ehrgeiz und ausgeprägte Leistungsbereitschaft aus.

Langsam aber stetig erhöht sich der Anteil von Soldatinnen in der Bundeswehr. Blickt man auf die langjährige Erfahrung verbündeter Streitkräfte, so wird deutlich: Das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft.

Autor: Bundeswehr/CM