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Mit allen Wassern gewaschen - Die Bundeswehr Feuerwehr

Feuerwehrfrau bzw. Feuerwehrmann – das ist der Traumberuf vieler Jugendlicher. Tim hat sich diesen Traum erfüllt. Er sorgt bei der Bundeswehr-Flughafenfeuerwehr in der Luftwaffenkaserne Köln-Wahn dafür, dass niemand im Flugzeug oder auf dem Flugfeld zu Schaden kommt.

Zu Tim's Aufgaben gehört es auch die Einsatzbereitschaft der Ausrüstung zu kontrollieren

Zu Tim's Aufgaben gehört es auch die Einsatzbereitschaft der Ausrüstung zu kontrollieren

Foto: © Bundeswehr/Weber

Hallo, ich bin Tim und ich bin Feuerwehrmann bei der Bundeswehr. Als Brandamtmann gehöre ich zum gehobenen feuerwehr­technischen Dienst und somit Beamter.

Die meisten meiner Kolleginnen und Kollegen sind über die freiwillige Feuerwehr zu uns gekommen. Ich selber habe schon früh bei der Wasserrettung der DLRG angefangen und habe im Wasserrettungs­dienst oft mit den Rettungskräften zusammengearbeitet. Dadurch wurde mein Interesse für die Feuerwehr als Arbeitsgeber geweckt. Zunächst habe ich aber nach meinem Realschul­abschluss eine Ausbildung als Elektro­installateur gemacht. Dadurch habe ich mein Fachabitur erhalten und konnte im Anschluss an der TH Köln „Rescue Engineering“ studieren. Das ist ein Ingenieur­studium, das sich neben den ingenieur­wissenschaftlichen Grundlagen mit Organisation und Management von Feuerwehren, Rettungs­diensten und anderen Hilfs­organisationen befasst. Aufgrund einer Stellenanzeige bewarb ich mich bei der Bundeswehr – mit Erfolg. Zuerst musste ich noch eine damals 36-monatige Laufbahn­ausbildung absolvieren, bevor ich als Feuerwehrmann arbeiten durfte.  

Löschübungen wie diese hier müssen regelmäßig durchgeführt werden

Löschübungen wie diese hier müssen regelmäßig durchgeführt werden

Foto: © Bundeswehr/Wilke

Jetzt bin ich als Wachabteilungsleiter und stellvertretender Leiter der Feuerwache im militärischen Teil des Flughafens Köln/Bonn eingesetzt. Mein Hauptauftrag ist es, mit meinem Team Brände zu vermeiden und, falls es doch mal brennt, diese zu löschen. Im Einsatz führe ich die mir unterstellten Kräfte. Dabei muss ich in kürzester Zeit komplexe Problem­lösungen mit den mir zu Verfügung stehenden Mitteln entwickeln und umsetzen. Wenn wir nicht im Einsatz sind, trainieren wir diese in Übungs­szenarien und halten und fit. Zu meinem Job als Wachabteilung­sleiter gehört aber auch Schreibtischarbeit. Ich schreibe die Dienst- und Einsatzpläne für meine etwa 100 Kolleginnen und Kollegen.

Wir haben hier in Köln 24-Stunden-Schichten. Ich habe etwa zehn dieser Dienste im Monat. Zum Ausgleich sind die anderen Tage frei. Auch wenn die langen Schichten anstrengend sind - für mich und meine Familie ist das perfekt so. Die Work-Life- Balance stimmt.  

Ein typischer Tag fängt in unserer Wache um 7 Uhr mit dem Schicht­wechsel an. Dann kommt die ganze Wachmannschaft zusammen, wir verteilen die Fahrzeuge und besprechen, was anliegt. Danach überprüfe ich mein eigenes Fahrzeug auf mögliche Schäden oder andere Auffälligkeiten. Dann folgt für mich Schreibtischarbeit und Dienstaufsicht über meine Wachmannschaft. Ab etwa 17 Uhr steht Dienstsport auf der Tagesordnung. Das ist sehr wichtig für uns, denn unsere Ausrüstung ist schwer und wir müssen unter großer körperlicher Belastung arbeiten. Ab 18:30 Uhr ist dann Bereitschafts­zeit für alle bis zum nächsten Morgen.

Tim bereitet sich auf seine Arbeit vor

Tim bereitet sich auf seine Arbeit vor

Foto: © Bundeswehr/Weber

Wir sind nicht ausschließlich auf dem militärischen Bereich des Flughafens eingesetzt, sondern unterstützen auch die Feuerwehr im zivilen Bereich, sodass meistens bei einem Vorfall sowohl militärische als auch zivile Feuerwehr­kräfte am Einsatzort sind. Zudem kommen Einsätze bei sogenannten Großschadens­fälle. Das kann beispielsweise ein Großbrand in einem Wald sein, sowie kürzlich bei Köln, als ein ganzes Dorf und ein großer Bauernhof von den Flammen bedroht waren. Mit Hilfe von rund 650 weiteren Einsatzkräften konnten wir den Brand, der eine ganze Woche wütete, unter Kontrolle bringen, sodass niemand zu Schaden gekommen ist.

Ich arbeite in einem großartigen Team, welches sich gegenseitig unterstützt und ermutigt, sich weiter zu entwickeln. Das ist für mich auch das Besondere an der Bundeswehr Feuerwehr. Wir haben viele Möglichkeiten, unsere Fähigkeiten und Kenntnisse ständig zu erweitern. Dabei leisten wir einen Beitrag Einsatzfähigkeit der Bundeswehr und zur Sicherheit der Bevölkerung. Das macht mich stolz.

Autor: Bundeswehr/TH