• Suche

..

Keine Uniform und trotzdem Bundeswehr - Die zivile Berufsausbildung.

Die Bundeswehr gehört zu den größten Arbeitgebern im öffentlichen Dienst. Neben den Soldatinnen und Soldaten gibt es eine Vielzahl an zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Diese sind nicht nur in den Streitkräften sowie Organisationsbereichen, sondern vor allem in der Bundeswehrverwaltung tätig. Sie sind unverzichtbar und leisten einen wichtigen Beitrag, dass alles reibungslos funktioniert.

Damit das auch so bleibt, bildet die Bundeswehr in mehr als 50 zivilen Berufen aus. Jährlich werden rund 1.300 neue Auszubildende an etwa 400 Standorten eingstellt. Dabei reicht das Ausbildungsangebot von kaufmännischen Berufen über technische und handwerkliche Berufe bis hin zur Ausbildung im medizinischen Bereich.

Beispielhaft stellen wir dir hier einige der Ausbildungsberufe vor.

 

Fachinformatikerin bzw. Fachinformatiker für Systemintegration

Du lernst, mit komplexen EDV-Systemen der Bundeswehr umzugehen. Du konzi­pierst und planst zukunftsweisende IT-Systeme, passt sie benutzergerecht den Kundenwünschen an, richtest sie ein und wartest sie.

Der Auszubildende Dennis steht vor einem Server und hört einem Kollegen zu.

Dennis weiß: „Wenn ich einen falschen Klick mache, kann es sein, dass ein Server und dadurch ein komplettes Stromnetz ausfällt. Ich muss immer voll konzentriert sein."

Foto: © Bundeswehr / Christian Lord Otto

„Ich habe mich informiert und war echt überrascht, wie vielfältig das Ausbildungsangebot der Bundeswehr ist, auch im zivilen Bereich. Für mich stand schnell fest, dass ich Fachinformatiker werden will. Ich habe früher schon an PCs rumgebastelt, aber was ich hier lerne, hat mir eine neue Welt eröffnet. Nach Abschluss meiner Ausbildung löse ich IT-Probleme, erkenne und analysiere Fehler, dokumentiere IT-Prozesse und steuere Systeme wie E-Mail-Server oder Netzwerke. Außerdem schule ich die Anwender im Gebrauch der IT-Systeme.“ (Dennis, Auszubildender zum Fachinformatiker für Systemintegration)

 

Fluggerätmechanikerin bzw. Fluggerätmechaniker

In diesem Beruf arbeitest du direkt auf dem Rollfeld und sorgst dafür, dass Flugzeuge und Helikopter der Bundeswehr sicher und zuverlässig abheben und landen können. Dazu montierst du hydraulische Anlagen, inspizierst Triebwerke, zerlegst sie in ihre Einzelteile und prüfst sie. In deiner Ausbildung kannst du dich in einer der drei Fachrichtungen Instandhaltungstechnik, Triebwerkstechnik oder Fertigungstechnik spezialisieren.

Jasmine möchte sich nach ihrer Ausbildung bei der Bundeswehr weiterqualifizieren und Karriere machen.

Jasmine möchte sich nach ihrer Ausbildung bei der Bundeswehr weiterqualifizieren und Karriere machen.

Foto: © Bundeswehr / Stephan Ink

„Es war einer der schönsten Tage meines Lebens, als ich die Zusage der Bundeswehr für die Ausbildung bekommen habe! Als ich zum ersten Mal einen Eurofighter gesehen habe, bekam ich eine Gänsehaut. An diesen Jets arbeiten zu dürfen, motiviert mich, meine Ausbildung so gut wie möglich abzuschließen. In der Praxisphase lernen wir die Komponenten der verschiedenen Luftfahrzeuge kennen. Super finde ich den zusätzlichen theoretischen Unterricht neben der Berufsschule.“ (Jasmine, Auszubildende zur Fluggerätemechanikerin)

 

Kraftfahrzeugmechatronikerin bzw. Kraftfahrzeugmechatroniker

Mit modernen Fahrzeugsystemen kennst du dich aus und sorgt dafür, dass Kraft- und Nutzfahrzeuge einsatzfähig sind und bleiben. Mit handwerklichem Geschick und technischem Verständnis wartest du unterschiedliche Fahrzeuge der Bundeswehr. Du nimmst Zusatzausstattungen in Betrieb, beseitigst Fehler und Störungen und hältst die Fahrzeuge instand.

Der Auszubildende Adrian steht unter einem Fahrzeug auf der Hebebühne und repariert etwas.

Adrian findet die Arbeit an militärischen Radfahrzeugen wie etwa dem Transportpanzer Fuchs oder dem Aufklärungsfahrzeug Fennek besonders spannend, weil daran viele Bauteile noch mechanisch sind.

Foto: © Bundeswehr / Christian Lord Otto

„Als an meinem ersten Ausbildungstag in der Kaserne gleich mehrere Leopard 2-Panzer mit großem Lärm an mir vorbeifuhren, war ich unglaublich beeindruckt. Das genau ist das Spannende an der Ausbildung: Wir arbeiten an militärischem Gerät, haben aber auch neueste Pkw-Modelle, zum Beispiel mit Hybridtechnik, hier. Die Kfz-Ausbildung erfordert mittlerweile viel IT-Wissen, das gefällt mir. Ich finde, wir lernen mehr als unsere Berufsschulkollegen und haben mehr Zeit für die vertiefende Ausbildung. Außerdem dürfen wir uns früh mit anspruchsvollen Dingen wie der Motortechnologie beschäftigen.“ (Adrian, Auszubildender zum Kraftfahrzeugmechatroniker)


Verwaltungsfachangestellte bzw. Verwaltungsfachangestellter

Den Bürobetrieb in der Verwaltung sicherzustellen, ist deine Kernaufgabe. Du bist Kommunikationspartnerin bzw. -partner für viele Fragen und Sachverhalte. Du nimmst die Sachbearbeitung von personellen Angelegenheiten wahr und bist aktiv daran beteiligt, Wirtschafts- und Haushaltspläne einzuhalten.

Die Auszubildende Lisa sitzt mit einer Kollegin am Schreibtisch und lässt sich etwas erklären.

Lisa lernt in ihrer Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten jeden Tag etwas Neues.

Foto: © Bundeswehr / Jane Schmidt

 „Schon im ersten Lehrjahr habe ich bei einem Lehrgang ein Softwareprogramm kennengelernt, mit dem ich jetzt praktisch arbeite. Mir gefällt, dass wir jeden Arbeitsvorgang gut erklärt bekommen und uns in Ruhe die Grundlagen aneignen können. Wir beschaffen alles, vom Kalender bis zu Dienstleistungen wie dem Reinigungsservice. Ich habe in meinem ersten Lehrjahr alle Abteilungen einmal durchlaufen. Im zweiten Lehrjahr geht es zum Travel-Management, wo die Dienstreisen in der Bundeswehr zentral organisiert und abgerechnet werden. Der Bereich Beschaffung hat mir bisher am besten gefallen, und ich könnte mir vorstellen, dort zu arbeiten.“ (Lisa, Auszubildende zur Verwaltungsfachangestellten)

 

Zahnmedizinische Fachangestellte bzw. Zahnmedizinischer Fachangestellter

In diesem Beruf leistest du entscheidende Arbeit, damit die Versorgung von Patientinnen und Patienten in einer zahnärztlichen Praxis gelingt. Du betreust und versorgst Patientinnen und Patienten, bereitest zahnmedizinische Behandlungen sorgfältig vor, assistierst der Zahnärztin oder dem Zahnarzt und organisierst den Praxisbetrieb. Außerdem übernimmst du ebenso wichtige Aufgaben in der zahnmedizinischen Vorsorge.

Die Auszubildende Vanessa betrachtet das Röntgenbild der Zähne eines Patienten.

Einfühlungsvermögen und Ruhe ist in diesem Beruf wichtig; ganz besonders bei Angstpatientinnen und -patienten.

Foto: © Bundeswehr

„Die Zahnärztin muss sich voll auf mich verlassen können. Beim Bohren, beim Einsetzen eines Inlays oder bei einer Parodontose-Behandlung zum Beispiel geht es um Millimeter, im Mund ist nicht viel Platz für Instrumente und Absauger. Ich bin dabei immer voll konzentriert, damit ich nicht durch eine Unachtsamkeit abrutsche. Wir wollen es den Patientinnen und Patienten so angenehm wie möglich machen. Mein Arbeitsspektrum ist äußerst vielfältig. Ich bereite den Raum vor, sorge für sterile Instrumente, assistiere und führe selbstständig Behandlungen durch, wie das Entfernen von Zahnstein. Bohren und betäuben dürfen aber nur Zahnärztinnen und Zahnärzte. Meine Arbeit ist sinnvoll, und ich lerne viel.“  (Vanessa, Auszubildende zur Zahnmedizinischen Fachangestellten)
 

Ausgebildet wird jeweils im dualen System – in modernen Betriebsstätten der Bundeswehr und in der Berufsschule. Dabei wirst du von kompetenten Ausbilderinnen und Ausbildern begleitet und angeleitet, um dein theoretisches und praktisches Fachwissen kontinuierlich aufzubauen. Die Bundeswehr ist ein anerkannter Arbeitgeber in sicheren wirtschaftlichen Verhältnissen, der dir auch nach Abschluss deiner Ausbildung einen spannenden Arbeitsplatz mit vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten bietet. Weitere Informationen und aktuelle Ausbildungsangebote findest du auf unserer Karriereseite.

Autor: Bundeswehr / AK

Keine Uniform aber trotzdem Bundeswehr - Die zivile Berufsausbildung.