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Mein Beruf: Panzerfahrer

Daniel hat etwas übrig für Pferdestärken. Aber ganz egal, was er sich privat in die Garage stellt, sein Dienstfahrzeug wird er schwerlich übertreffen können. Hier stellt er sich und sein Beruf vor.

Daniel fährt den Kampfpanzer Leopard 2, den Standardpanzer der Bundeswehr

Daniel fährt den Kampfpanzer Leopard 2, den Standardpanzer der Bundeswehr

Foto: © Bundeswehr/Weber

Satte 1.500 PS beschleunigen einen Kampfpanzer auf gut 70 Kilometer in der Stunde. Nicht übel für einen Koloss mit mehr als 60 Tonnen Kampfgewicht.

„Den Panzer habe ich zum ersten mal in der Allgemeinen Grundausbildung auf dem Truppenübungsplatz gesehen. Das hat Eindruck gemacht“, sagt der Oberpfälzer im Rückblick. „Wir durften auch mal reinschauen und Probe sitzen.“ Spätestens da war ihm klar: „Das Ding will ich auch fahren.“

Verpflichtung ist Familientradition

Nach der Mittelschule absolvierte Daniel zuerst eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann. „Direkt danach habe ich mich für vier Jahre verpflichtet.“ Das ist im Grunde Familientradition. Der Vater, die Onkel und sein Bruder – alle waren beim Bund.

Neben reichlich Fingerspitzengefühl braucht der 60 Tonnen schwere Koloss eine geübte Hand

Neben reichlich Fingerspitzengefühl braucht der 60 Tonnen schwere Koloss eine geübte Hand

Foto: © Bundeswehr/Weber

Die Raubkatze braucht eine geübte Hand

Bei der Bundeswehr lernt der junge Soldat wie man mit dem Panzer umgeht. Auf die Ausbildung zum Richt- und Ladeschützen folgt der Lehrgang zum Führerschein Klasse F. „Diese vier Wochen waren eine echte Herausforderung“, erinnert sich Daniel. „Es braucht Übung, um den Panzer zu beherrschen. Das merkt man ziemlich schnell.“

Ob im Gelände oder im Straßenverkehr – der Panzer verlangt eine geübte Hand. Und reichlich Fingerspitzengefühl, denn die Fehlertoleranz bei einem so mächtigen Fahrzeug ist naturgemäß gering. Besonders beim Fahren „unter Luke“, wenn nur Winkelspiegel für den Blick nach draußen zur Verfügung stehen, ist höchste Konzentration gefragt.


Herausforderungen bleiben

Mittlerweile beherrscht Daniel seinen Panzer in jeder Situation. Dennoch bleiben gewisse Herausforderungen. „Bei einer Unterwasserfahrt wird es heikel“, sagt Daniel. „Man sieht nichts und verlässt sich vollkommen auf den Vorgesetzten.“

Autor: Markus Tiedke