• Suche

Kameradschaft in der Bundeswehr

Kameradschaft, dieses Wort hast du bestimmt schon mal gehört oder gelesen. Vielleicht gehst du noch zur Schule und freust dich auf deine Schulkameraden oder aber du treibst Sport in einem Verein und deine Vereinskameradin oder -kamerad punktet im nächsten Spiel. Woher kommt dieses Wort eigentlich? Was genau heißt Kameradschaft? Aber was bedeutet Kameradschaft in der Bundeswehr? Hier erfährst du es.

Foto: © Bundeswehr

Bei uns versteht man unter Kameradschaft eine zwischenmenschliche und solidarische Beziehung innerhalb einer Gruppe. Der Begriff reicht bis ins römische Reich zurück. Dort wurden die ersten Soldaten in „Kammern“ untergebracht und mussten lernen, miteinander auszukommen. Natürlich hatten sie, wie alle Menschen, unterschiedliche Bedürfnisse und Interessen.
Sich gegenseitig zu unterstützen gehört  zur Kameradschaft.

Sich gegenseitig zu unterstützen gehört zur Kameradschaft.

Foto: © Bundeswehr

Zwischen den „Stubenkameraden“ hat es in der Folge regelmäßig gekracht. Vielleicht war jemand nicht reinlich genug oder hat sich danebenbenommen. Auf jeden Fall wurden die ersten Regeln für das Miteinander in einer Kaserne eingeführt. Das lateinische Wort für Gewölbe oder Kammer lautet „camera“ und dieses Wort hört sich doch verdächtig nach „Kamerad“ an. 
Heute geht man davon aus, dass der Begriff vom lateinischen in die französische Sprache gelangte und von dort seinen Weg in die Militärsprache der Bundeswehr gefunden hat. Seit dem 17. Jahrhundert wird das Wort „Kamerad“ im gesellschaftlichen Sprachgebrauch genutzt.

Unter Kameradschaft verstehen Soldatinnen und Soldaten füreinander da zu sein und nicht nur, wenn es der Dienst verlangt. Es bedeutet Fürsorge für seine Kameradinnen und Kameraden zu zeigen und ihnen bei persönlichen Problemen mit Rat und Tat zur Seite zur stehen. Denn im Ernstfall muss man sich gegenseitig beschützen und füreinander da sein, wie zum Beispiel im Auslandseinsatz.



Hier spricht der Ausbilder einer angehenden Fallschirmspringerin Mut zu.

Hier spricht der Ausbilder einer angehenden Fallschirmspringerin Mut zu.

Foto: © Bundeswehr


Nach § 12 des Soldatengesetzes besteht die Pflicht zur Kameradschaft. Wenn eine Soldatin oder ein Soldat sich unkameradschaftlich zeigt, verletzen sie die Soldatenpflichten. Das kann ein Disziplinarverfahren zur Folge haben.

Sei es kurz vor dem ersten Fallschirmsprung im Flugzeug Link öffnet sich in neuem Fensterüber den Wolken, in der Schneebedeckten Landschaft Link öffnet sich in neuem Fensterbei einem Biwak, oder in der sengenden Hitze AfrikasLink öffnet sich in neuem Fenster, ohne Kameradschaft funktioniert keine Armee auf dieser Welt. 

Autor: Hauptfeldwebel Kaplan

Was bedeutet Kameradschaft für dich?