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BE Strong - Die Infopost der Bundeswehr

BE Strong ist das Jugendmagazin der Bundeswehr. Viermal im Jahr berichten wir über aktuelle Themen aus den Streitkräften und bieten dir in jeder Ausgabe ein Gewinnspiel mit tollen Preisen. Spannende Einblicke in die Dimension Wasser gibt es in der aktuellen Ausgabe. Einfach Bestellformular ausfüllen. So erfährst du bald, was mit dem Decksdienst bei der Marine gemeint ist oder wie Spezialpioniere Trinkwasser in den Auslandseinsätzen der Bundeswehr zur Verfügung stellen. 

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UNIFIL: Inspektion bei 20.000 Pferdestärken

Wasser braucht jeder Mensch – zum Trinken, zum Leben und im Falle der Marine auch als nasser Arbeitsplatz für alle Soldatinnen und Soldaten, die auf Bundeswehr-Schiffen zur See fahren. Als Teil der internationalen Beobachtermission UNIFIL im Libanon überwacht die Bundeswehr vor der libanesischen Küste Stabilität und Sicherheit in der kriegsgefährdeten Region.

Mit dabei sind Oliver und Dennis. An Bord der Korvette „Magdeburg“ sind die beiden Obermaate Link öffnet sich in neuem Fensterfür die Wartung und Reparatur des Schiffsantriebs zuständig.

Ein Schiff der Marine auf See.

Die Korvette "Magdeburg": 90 Meter lang und mit modernster Technik auagestattet.

Foto: © Bundeswehr / Sebastian Wilke

Fast 90 Meter lang ist ihr schwimmender Arbeitsplatz, mit über 50 Mitgliedern in der Crew und ein Geschütz mit mehr als 18 Kilometern Reichweite. Wie die Korvette mit ihren 1.800 Tonnen Verdrängung in Bewegung gesetzt wird? Dafür sorgen zwei große Antriebsmotoren mit insgesamt 20.000 PS. Damit die komplizierte Mechanik jederzeit einwandfrei funktioniert, müssen die Schiffstechniker die Maschinen in regelmäßigen Abständen warten, diesmal während der Hafenliegezeit in Limassol auf Zypern.

Nach 1.000 Betriebsstunden ist es wieder so weit: Oliver und Dennis überprüfen das Ventilspiel der beiden großen Antriebsmotoren und stellen es gegebenenfalls neu ein. „Diese Arbeit ist wichtig, damit alle Ventile richtig öffnen und schließen, ansonsten könnte es zu einem Leistungsabfall kommen“, erklärt Oliver, bevor er sich an die Arbeit macht. Ohne Motor kein Antrieb: Beide Antriebsmotoren haben 20 Zylinder, die jeweils V-förmig in zwei Zylinderreihen angeordnet sind. „Das Ventilspiel kann nur an dem Zylinder überprüft und eingestellt werden, bei dem sich der Kolben am oberen Totpunkt befindet und bei dem eigentlich jetzt der Kraftstoff eingespritzt werden würde“, erläutert Dennis wichtige technische Details.

Zwei Soldaten der Marine überprüfen die Technik im Maschinenraum.

Oliver und Dennis bei einer technischen Routineüberprüfung - gewissenhaftes Arbeiten hat oberste Priorität.

Foto: © Bundeswehr / PAO UNIFIL

Mit über 220 Litern Hubraum und zehn Turboladern leistet jeder Motor 10.000 PS. In anderen Worten: Die Korvette ist mit ihren 20.000 PS selbst bei Ausfall eines Motors noch fahrfähig. Nach zwei Tagen Arbeit ist es geschafft: Alle 160 Ventile sind überprüft und eingestellt und alle 40 Einspritzdüsen gewechselt. Jetzt sind die Antriebsmotoren der Korvette „Magdeburg“ bereit für die nächsten Einsatzfahrten. Die gesamte Schiffstechnik an Bord der Korvette „Magdeburg“ wird über ein Computersystem bedient und überwacht. Das Integrated Monitoring and Control System (IMCS) hat an Bord etwa 7.000 verschiedene Sensoren gleichzeitig im Blick, darunter Druck-, Temperatur- oder Rauchsensoren. Auch in den Antriebsmotoren sind zahlreiche Sensoren verbaut. Diese messen beispielsweise von jedem Zylinder die Abgastemperatur. Dabei ist nicht nur der absolute Wert von großem Interesse, auch die Abweichung vom Durchschnittswert ist wichtig. Sollte diese zu groß werden, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt und die Prüfer nochmals genauer hinschauen müssen.

Möchtest du weitere spannende Einblicke in die Dimension Wasser, dann einfach Bestellformular für die aktuelle BE Strong ausfüllen, abschicken und weiterlesen. So erfährst du bald, was mit dem Decksdienst bei der Marine gemeint ist oder wie Spezialpioniere Trinkwasser in den Auslandseinsätzen der Bundeswehr zur Verfügung stellen.  

Autor: Bundeswehr/UNIFIL