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Die Granatmaschinenwaffe

Geländeüberwachung

der Granatmaschinenwaffentrupp

Spezialisierte Infanterie-der Granatmaschinenwaffentrupp der Luftwaffe

Großes Kaliber, hohe Kadenz: Die Granatmaschinenwaffe

Ihr Kürzel „GraMaWa“ klingt zwar possierlich, doch dahinter steckt geballte Feuerkraft. Denn die Granatmaschinenwaffe ist eine automatische Unterstützungswaffe im Kaliber 40 Millimeter. Sie kommt gegen leicht- und ungepanzerte Ziele zum Einsatz. Es gibt sie sowohl als Infanterieversion als auch als Bewaffnung für diverse Fahrzeuge.

 



Gute Tarnung ist alles!

Gute Tarnung ist alles!

Foto: Bundeswehr/Hähnel

Feuerbereit

Im Einsatz ohne Fahrzeug dient die GraMaWa vor allem zur Lager- und Objektsicherung. Wegen des großen Wirkbereichs der Granaten kann die Truppe mit ihr große Räume überwachen und Lücken sowie Flanken und Gelände­abschnitte mit schwerem Feuer belegen. So können auch Angriffe des Gegners abgewehrt werden. Bei offensiven Operationen unterstützt die GraMaWa eigene Kräfte mit Deckungsfeuer. Zudem kann sie den Gegner auf große Entfernung auch hinter Deckungen bekämpfen.




Granatmaschinenwaffe abgesessen auf einem Dreibein

Granatmaschinenwaffe abgesessen auf einem Dreibein

Foto: Bundeswehr/Heide


Für Einzel- und Dauerfeuer

Das optische Reflexvisier der Waffe ermöglicht eine Kampfentfernung von 100 bis 1.500 Metern. Das Strichbild ist beleuchtbar. Mittels Vorhaltelinien können auch querfahrende Ziele bekämpft werden. Sollte die Elektronik des Reflexvisiers versagen, kommt ein Notvisier mit aufklappbarem Korn und Leitervisier zum Einsatz. Die Kampfentfernung verringert sich dadurch auf 200 bis 600 Meter. Der Abzug, der in seiner Form einem Bremshebel ähnelt, sowie die beiden knopfförmigen Notabzüge sind sowohl auf Einzelfeuer als auch auf Dauerfeuer ausgelegt.

Schwer zu tragen: Insgesamt gut 60 Kilo wiegt die Granatmaschinenwaffe.

Schwer zu tragen: Insgesamt gut 60 Kilo wiegt die Granatmaschinenwaffe.

Foto: Bundeswehr/Hähnel



Ein Schwergewicht

Die voll schussbereite und mit 32 Schuss aufmunitionierte GraMaWa wiegt 84 Kilogramm. Zu ihrer Stabilisierung ist daher ein Dreibein unverzichtbar. Für Bedienung und Transport der Waffe werden drei Soldaten benötigt: Der Truppführer koordiniert den Einsatz vor Ort und bestimmt die Stellung und die Feuerart. Außerdem trägt er das rund 15 Kilogramm schwere Dreibein und das Reflexvisier. Der Schütze trägt die Waffenanlage in einem Tragesystem auf dem Rücken und beseitigt Störungen. Er kann die Waffe sowohl stehend als auch sitzend bedienen. Der Ladeschütze trägt die Munition und ist für deren Zuführung sowie das Wechseln des Munitionsgurtes verantwortlich. Die Munition lässt sich je nach Bedarf sowohl von links als auch von rechts zuführen.

Immer den Überblick, auch im Wasser "Spähwagen Fennek"

Immer den Überblick, auch im Wasser "Spähwagen Fennek"

Foto: Bundeswehr/ Zwilling

Auch auf Fahrzeugen im Einsatz

Der Schütze muss bei der Bedienung besonders den Wind beachten. Aufgrund der langen Flugzeit, der sehr gekrümmten ballistischen Kurve und der Größe des Geschosses hat dieser großen Einfluss auf die Treffgenauigkeit. Zudem sollte das Dreibein mit Gewichten – beispielsweise Sandsäcken – stabilisiert werden. Der Rückstoß würde die Position der Waffe sonst verändern und die Streuung erhöhen. Die GraMaWa kann per Lufttransport oder auch mit dem Fallschirm befördert werden. Ein Einsatz auf dem Fahrzeug ist beispielsweise auf dem Transportpanzer 1 Fuchs und dem Mungo möglich. Montiert in Waffenstationen dient sie als Fahrzeugbewaffnung auf dem Spähwagen Fennek oder dem Gepanzerten Transportfahrzeug (GTK) Boxer.

Autor: Stefan Rentzsch