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Die Schaltzentrale im Gefecht

Gefechtsstand
Doppelt hält besser: Die Lage wird an der Karte und digital mitgeplottet

Doppelt hält besser: Die Lage wird an der Karte und digital mitgeplottet

Foto: Bundeswehr/Dorow

Die Schaltzentrale im Gefecht

Der Gefechtsstand eines Kampftruppenbataillons ist dessen mobile Schaltzentrale. Hier laufen alle Informationen zusammen. Hier werden militärische Operationen geplant und hier werden die Entscheidungen getroffen. Aus welchen Komponenten er besteht und wie in ihm gearbeitet wird, demonstriert das Panzergrenadierbataillon 33 bei der Informationslehrübung (ILÜ) 2017. 

 

 

Drei Elemente gewährleisten das große Ganze

Lagebesprechung an der digitalen Landkarte

Lagebesprechung an der digitalen Landkarte

Foto: Bundeswehr/Dorow

„Wir zeigen auf der ILÜ die wesentlichen Merkmale und die Raumordnung eines Bataillonsgefechtsstandes sowie dessen Führungsfähigkeit unter Einbindung des "Führungsinformationssystems des Heeres“, erläutert der Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 33, Oberstleutnant Thorsten Nagelschmidt.
„Grundsätzlich besteht der Gefechtsstand aus drei Elementen: Der beweglichen Befehlsstelle des Kommandeurs, dem Hauptgefechtsstand und dem Unterstützungsgefechtsstand“, erklärt Hauptmann Carsten Starkosch. Er ist der S3-Stabsoffizier des Bataillons und führt den Gefechtsstand in Abwesenheit des Kommandeurs.


Mit der beweglichen Befehlsstelle immer im Schwerpunkt

Immer mittendrin: Die bewegliche Befehlsstelle Schützenpanzer "Puma"

Immer mittendrin: Die bewegliche Befehlsstelle Schützenpanzer "Puma"

Foto: Bundeswehr/Dorow

Mit der beweglichen Befehlsstelle, bei Grenadieren einem Schützenpanzer Puma, ist der Kommandeur hoch mobil unterwegs. Er kann jederzeit sein eigenes Lagebild von seinen im Schwerpunkt eingesetzten Kräften machen.
„Führen von vorn beschreibt am besten den Einsatzwert der beweglichen Befehlsstelle“, so Starkosch. Das ermöglicht es dem Kommandeur, sich jederzeit und direkt in militärischen Operationen auszuwirken. Doch es gibt eine Vielzahl weiterer Faktoren, die ein Gefecht beeinflussen.




Die starke Basis ist der Hauptgefechtsstand

Der Gefechtsstand wird rund um die Uhr von Sicherungssoldaten überwacht

Der Gefechtsstand wird rund um die Uhr von Sicherungssoldaten überwacht

Foto: Bundeswehr/Dorow

Der Hauptgefechtsstand ist die eigentliche Schaltzentrale des Bataillons. Alle Informationen von vorgesetzten Kommandoebenen wie auch unterstellter Truppenteile fließen hier zusammen. Erkenntnisse werden verarbeitet, ausgewertet und für eine Beurteilung der Lage genutzt. Das Führungsinformationssystem Heer vernetzt dabei alle, die an der Operation beteiligt sind. Die digitale Verarbeitung der Lage-Entwicklung und der Meldungen über den Gegner bringen eine enorme Zeitersparnis und oft den entscheidenden Vorsprung im Gefecht. Diese Daten stehen allen gleichzeitig zur Verfügung.




Ein Gefecht ist sehr komplex und verlangt nach schnell verfügbaren Fähigkeiten. Spezialisten der Kampf-und Führungsunterstützungstruppe, des Sanitätsdienstes, der Logistik oder auch der Artillerie sind dem Gefechtsstand deshalb mit angegliedert. Sie beraten den Kommandeur bei Planungen, oder sie setzen Forderungen des Kommandeurs um – beispielsweise die nach einer Minensperre. Diese wird dann durch Pionierkräfte angelegt.


Autor: Rene Hinz