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Die Allgemeine Grundausbildung: Ein Leitfaden für einen erfolgreichen Start in der Bundeswehr

Rekrutinnen und Rekruten in der allgemeinen Grundausbildung

Jede Soldatin und jeder Soldat hat sie zu durchlaufen, egal ob es im freiwilligen Wehrdienst ist oder ob eine Anstellung als Zeitsoldatin bzw. Zeitsoldat bevorsteht. Auch die, die heute General oder Admiral sind, haben sie bereits absolviert: die allgemeine Grundausbildung. 
Aber was genau beinhaltet sie? Welche Schwerpunkte werden gesetzt?
Hier geben wir euch einen Überblick zur allgemeinen Grundausbildung sowie Tipps und Tricks auf den Weg, um den Einstieg in die Bundeswehr zu erleichtern.

Die dreimonatige Ausbildung ist für alle Soldatinnen und Soldaten der Streitkräfte grundsätzlich gleich konzipiert. Je nachdem ob man im Heer, in der der Luftwaffe, oder in der Marine dient, folgt nach der allgemeinen Grundausbildung die spezielle Fachausbildung. Hier werden schon wesentliche Voraussetzungen für die spätere Ausbildung zum Unteroffizier und Offizier gelegt und es wird auch bereits zielgerichtet für einen möglichen Auslandeinsatz ausgebildet.

 

Diese 5 Schwerpunkte werden in der Allgemeinen Grundausbildung vermittelt

Diese 5 Schwerpunkte werden in der Allgemeinen Grundausbildung vermittelt

Foto: © Bundeswehr/Orywal

Fünf Schwerpunkte bestimmen die Ausbildung:

1. Fitness
Jede Soldatin und jeder Soldat muss ein Mindestmaß an körperlichen  Leistungen erfüllen. In der Grundausbildung werden alle Rekrutinnen und Rekruten dementsprechend auf einen sportlichen Standard gebracht. Die körperlichen Anforderungen für den Soldatenberuf sind hoch. Aus diesem Grund ist Sport ein wichtiges Thema innerhalb der Bundeswehr.

2. Schieß- und Wachausbildung: 
Der sichere Umgang mit Handfeuerwaffen ist eine Grundvoraussetzung für jede Soldatin und jeden Soldaten. Dazu gehört auch die theoretische Ausbildung, die sogenannte "Lehre vom Schuss". Hier lernen die Soldaten wie Wetter, Physik und sogar die eigene Atmung die Flugbahn der Kugel aus der Waffe beeinflussen.

3. Erste Hilfe und Sanitätsdienst
Im Ernstfall muss jede Soldatin und der Soldat erste Hilfe leisten können. Dazu gehören unter anderem das Anlegen von Druckverbänden, die stabile Seitenlage und das Behandeln von verschiedenen Verletzungen wie Verbrennungen oder Unterkühlungen.

4. Rechte und Pflichten 
Wer ist wem vorgesetzt? Welche DienstgradeLink öffnet sich in neuem Fenster gibt es bei der Bundeswehr? Und was sind meine Rechte und Pflichten als Soldatin oder Soldat? All diese Fragen werden in dieser Ausbildung beantwortet.

5. Einsatzausbildung 
Bevor es für die Soldatinnen und Soldaten in den Auslandseinsatz geht, werden sie entsprechend ausgebildet. Welche Sicherheitsvorkehrungen sind zu beachten? Welche Gesetzte, Religionen und Traditionen gibt es im Einsatzland? Diese und viele andere Aspekte müssen vor dem Einsatz erlernt werden.


Tipps und Tricks von Soldaten für angehende Soldaten

Bei der Bundeswehr wird Sport großgeschrieben

Bei der Bundeswehr wird Sport großgeschrieben

Foto: © Bundeswehr/Kraatz

Informiere dich vor dem Dienst!
Wenn man als Rekrutin bzw. Rekrut bereits die wichtigsten DienstgradeLink öffnet sich in neuem Fenster der Bundeswehr kennt, kommt das bei den Vorgesetzten gut an. Auch Grundwissen über die Bundesrepublik Deutschland und der Bundeswehr ist wichtig für jede Soldatin und Soldaten. In welcher Staatsform leben wir? An welchen AuslandseinsätzenLink öffnet sich in neuem Fenster ist die Bundeswehr beteiligt? Welche Fahrzeuge oder GroßgeräteLink öffnet sich in neuem Fenster nutzt die Bundeswehr? Wer diese Dinge bereits am ersten Tag als Soldatin oder Soldat kennt, ist klar im Vorteil.

Bereite dich sportlich auf die Bundeswehr vor! Wie bereits erwähnt ist Sport ein wichtiges Thema innerhalb der Bundeswehr. Gehe zum Beispiel  zwei- bis dreimal die Woche joggen, kombiniere das mit Kraftsport und du wirst fit für die Bundeswehr.

Ein heißer Tee oder eine heiße Suppe an kalten Tagen belebt die Geister

Ein heißer Tee oder eine heiße Suppe an kalten Tagen belebt die Geister

Foto: © Bundeswehr/Wilke

Gestalte dir die Ausbildung so angenehm wie möglich!

Je nachdem zu welcher Jahreszeit du deinen Dienst beginnst, kann es draußen sehr kalt oder sehr heiß werden. Im Winter kannst du dir z.B. Handwärmer besorgen. Diese kleinen, knickbaren Wärmekissen sind schnell in der Hosentasche verstaut und verströmen für bis zu einer Stunde Wärme. Zusätzlich kannst du kleine Snacks in deinen Taschen oder den Rucksack verstauen. Mithilfe des Bundeswehr Essbestecks und dem Esbit-Kochers hast du zusätzlich die Möglichkeit, dir einen heißen Tee, oder eine Suppe zu kochen. In kalten Winternächten tut es Körper und Seele gut, eine heiße Suppe zu genießen.

Die tägliche Körperpflege wird auch im "Freien" durchgeführt

Die tägliche Körperpflege wird auch im "Freien" durchgeführt

Foto: © Bundeswehr/Stollberg



Körperpflege ist wichtig, auch wenn man draußen übernachtet!

Als Rekrutin und Rekrut wirst du in der Grundausbildung auch mal für mehrere Tage und Nächte im Freien verbringen. Wir nennen das "BIWAK". Dieses aus dem Französischen stammende Wort, bedeutet so viel wie „Zeltlager“. Duschen wie zu Hause ist dann nicht möglich. Pack dir also einen Waschlappen ein und wenn du dann dein Gesicht von der Tarnschminke befreien willst, ist der Gold wert.

Achte auf deine Füße!
In der Grundausbildung wird viel gelaufen und marschiert. Wenn deine Füße dies nicht gewohnt sind, kannst du dir schnell Blasen laufen. Kaufe dir ein paar Blasenpflaster aus der Apotheke und ziehe zur Vorbeugung am besten immer zwei paar Strümpfe an!

In der Ausbildung werden die Kniegelenke stark beansprucht

In der Ausbildung werden die Kniegelenke stark beansprucht

Foto: © Bundeswehr/Lommel

Besorge dir zusätzliche Dinge um den Dienst zu erleichtern!
Unsere Soldatinnen und Soldaten kennen das Problem, dass sie sich bei jeder Übung und in der militärischen Ausbildung oft hinknien müssen. "Stellung" lautet  das Kommando der Ausbilderin oder des Ausbilders, das allen Soldatinnen und Soldaten anweist, die Umgebung abzusichern. Das ständige Aufstehen und Hinknien belastet die Kniescheiben. Besorge dir einen Knieschoner, um die Kniegelenke zu schonen.

Wir danken allen Soldatinnen und Soldaten für die wertvollen Tipps für zukünftige Kameradinnen und Kameraden! Und wenn du jetzt neugierig geworden bist, was du bei der Bundeswehr machen kannst, dann folge uns auf InstagramLink öffnet sich in neuem Fenster und FacebookLink öffnet sich in neuem Fenster, oder informiere dich hier über die Möglichkeiten eines Praktikums!

Autor: Bundeswehr