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Das feierliche Gelöbnis: Ein ganz besonderer Tag

„Ich gelobe, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.“ Diese Worte hören Gäste in ganz Deutschland, wenn sie bei einem Gelöbnis anwesend sind. Bundesweit werden die Gelöbnisse durchgeführt und sind somit ein Bindeglied zwischen der Bundeswehr und der Gesellschaft. Wie genau ein Gelöbnis abläuft, erklären wir euch hier. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen.

Rede von der Bundesministerin der Verteidigung, Frau Dr. Ursula von der Leyen beim feierlichem Gelöbnis

Rede von der Bundesministerin der Verteidigung, Frau Dr. Ursula von der Leyen beim feierlichem Gelöbnis

Foto: © Bundeswehr/Wilke

Zum Ende der Grundausbildung ist dieser Tag etwas ganz Besonderes für unsere angehenden Soldatinnen und Soldaten. Nach den Strapazen in der allgemeinen Grundausbildung bekommen Sie die Möglichkeit, den Eid auf die Bundesrepublik Deutschland zu sprechen. Erst nachdem der Eid abgelegt wurde, werden aus den Rekrutinnen und Rekruten Staatsbürger in Uniform.

Vertreter aus der Politik, die Vorgesetzten, Kameradinnen und Kameraden, Freunde und Familie, alle sind an diesem Tag anwesend. Die Gäste erleben selbst, wie aus Familienmitgliedern binnen weniger Wochen Soldatinnen und Soldaten werden und im Anschluss die Bundeswehr repräsentieren.

Die Antreteformation beim feierlichem Gelöbnis

Die Antreteformation beim feierlichem Gelöbnis

Foto: © Bundeswehr/Kraatz


Viele von ihnen suchen erwartungsvoll nach ihren Familienmitgliedern und Freunden. Einige Gäste nehmen lange Reisestrecken auf sich, um ihre Angehörigen das erste Mal in Uniform zu sehen. Es ist nicht unüblich, dass einige Gäste bis zu 500 Kilometer zurücklegen, um die angehenden Soldatinnen und Soldaten zu unterstützen.

Der Einmarsch der Truppenfahne

Der Einmarsch der Truppenfahne

Foto: © Bundeswehr/Wilke







Der Ablauf

Der Ablauf beim feierlichen Gelöbnis ist grundsätzlich immer gleich. Die Rekrutinnen und Rekruten nehmen in vorher festgelegten Formationen Aufstellung. Im Anschluss folgt der Einmarsch der Truppenfahne, der von einem Ehrenzug und dem Musikkorps (die Musiker der Bundeswehr) begleitet wird.



Die Bundesministerin für Verteidigung Frau Dr. Ursula von der Leyen beim abschreiten der Gelöbnisaufstellung

Die Bundesministerin für Verteidigung Frau Dr. Ursula von der Leyen beim abschreiten der Gelöbnisaufstellung

Foto: © Bundeswehr/Wilke





Wenn alle anwesend sind und dort stehen, wo sie stehen sollen, wird dies dem Offizier gemeldet und er schreitet zusammen mit einem Repräsentanten des öffentlichen Lebens (z.B. eine Politikerin oder ein Politiker) die Front ab. So nennen wir das, wenn die Vorgesetzte oder der Vorgesetzte an dir vorbeiläuft, während du strammstehst. Es folgen Ansprachen und Reden von Politikern und Soldaten.




Soldatinnen und Soldaten legen das Gelöbnis ab.

Soldatinnen und Soldaten legen das Gelöbnis ab.

Foto: © Bundeswehr/Schindler




Der Eid

Die Eide für Beamte, Freiwillig Wehrdienstleistende und Soldaten auf Zeit unterscheiden sich in ihrer Wortwahl. Der Eid für die Freiwillig Wehrdienstleistende ist das Feierliche Gelöbnis. Hierbei spricht die Rekrutin und der Rekrut folgende Worte:

„Ich gelobe, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, so wahr mir Gott helfe“.

Die Endung „so wahr mir Gott helfe“ ist nicht verpflichtend mitzusprechen. Die Entscheidung, auf Gott im Amtseid Bezug zu nehmen, ist freiwillig. Zum Ende des feierlichen Gelöbnisses ist es üblich, dass Familienmitglieder und Freunde Fotos von den angetretenen Rekruten machen können.

Das Musikkorps der Bundeswehr

Das Musikkorps der Bundeswehr

Foto: © Bundeswehr/Schindler

Für die Soldatinnen und Soldaten ist hier aber nicht Schluss. Sie stehen alle noch am Anfang ihrer Karriere bei der Bundeswehr. Manche als Freiwillig Wehrdienstleistende, manche als Soldaten auf Zeit. Obwohl jede Soldatin und jeder Soldat seinen eigenen Karriereweg einschlägt, so verbindet sie alle dieser Zeitpunkt in ihrem Leben: Der Punkt, ab dem jeder von ihnen vom Zivilisten zum Staatsdiener in Uniform geworden ist. 

Autor: Bundeswehr