• Suche

Sanitätsdienst in der Bundeswehr

Als zukünftiger Zahnarzt bei der Bundeswehr

Harutyun Kirste wollte schon immer Zahnmedizin studieren. Auf eine gewöhnliche Laufbahn hatte der 26-Jährige aber keine Lust – also bewarb er sich bei der Bundeswehr. Heute ist der Rheinländer Offizieranwärter und studiert seit zwei Jahren an der Ludwig-Maximilian-Universität in München.

„Als Offizieranwärter für ein Studium ausgewählt zu werden, ist etwas ganz Besonderes”, sagt der 26-jährige. Vor allem deshalb, weil man so Teil eines großen Ganzen sein kann. „In meinen Augen reicht es nicht, sich Frieden zu wünschen”, betont er. „Es muss auch jemanden geben, der dafür einsteht, den Frieden verteidigt und sichert. Deshalb ist die Bundeswehr für mich unverzichtbar.”

Foto: © Bundeswehr / Jani Pushparajah-Hoof

Ausbildung an öffentlichen Hochschulen
Alle Ärzte der Bundeswehr werden an renommierten öffentlichen Hochschulen ausgebildet. Für die Sanitätsoffizieranwärter werden Studienplätze in verschiedenen Fachrichtungen vorgehalten – beispielsweise Tier- und Human- und Zahnmedizin. „Ich unterscheide mich äußerlich nicht von meinen Mitstudenten”, sagt Kirste. Zivile Kleidung, normale Wohnung – alles genau wie bei den Kommilitonen. Trotzdem gibt es einen wichtigen Unterschied: „Ich weiß von Anfang an, wo ich hingehöre.” Außerdem bezieht Kirste ein Gehalt von der Bundeswehr – für das Studium ist er vom Dienst freigestellt. „Ich fühle mich verpflichtet, meine bestmögliche Leistung zu bringen”.


Foto: © Bundeswehr / Jani Pushparajah-Hoof

„Ich möchte dem Land etwas zurückgeben”

Die Verpflichtung als Zeitsoldat auf 17 Jahre – fünf Jahre Studium plus zwölf Jahre Dienst – sieht er als Dankeschön: „Ich möchte dem Land etwas zurückgeben. Wir haben Glück, in einem vielfältigen und wohlhabenden Land zu leben". Der angehende Zahnarzt freut sich darauf, Deutschland in Zukunft bei einem Einsatz im Ausland zu vertreten. Die Zahnärzte des Sanitätsdienstes arbeiten zwar in der Regel in einem Bundeswehrkrankenhaus oder einem medizinischen Versorgungszentrum – doch auch im Einsatz werden sie für die ärztliche Versorgung ihrer Kameradinnen und Kameraden eingesetzt: Im Kosovo, in Afghanistan oder auf einem Marineschiff. „Eine Mission, wo man mal unter weniger idealen Bedingungen arbeitet – die formt einen doch erst”, findet Kirste. Der Reiz bestehe darin, kreativ mit einer ungewohnten Situation zurechtzukommen.

Autor: Redaktion der Bundeswehr