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Grüne Füchse sind nicht wasserscheu

Transportpanzer Fuchs

Grüne Füchse schwimmen durch die eisige Donau

Auch 17 Tonnen schwere Panzer können schwimmen. Das haben die Soldatinnen und Soldaten des Aufklärungsbataillons 8 und des Panzerpionierbataillons 4 bei der Gewässerausbildung im bayerischen Bogen bewiesen. Kürzlich übten sie das an drei Tagen mit ihren schwimmfähigen Transportpanzern Fuchs.

Aqua-Jogging auf sechs Rädern - Fuchs beim Gewässerübergang

Aqua-Jogging auf sechs Rädern - Fuchs beim Gewässerübergang

Foto: © Bundeswehr / Kemper

Unterhalb der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt fließt die Donau in ihrem Altarm gemächlich dahin. Eigentlich eine Postkartenidylle. Doch auf dem Wasser und am Ufer herrscht reges Treiben: Schlauchboote mit Außenbordmotoren kreuzen auf dem Flussabschnitt, ein Autokran steht bereit, Sanitäter beobachten aufmerksam das Szenario. Dann stößt ein Transportpanzer Fuchs aus der Uferböschung auf die Donau zu.
Das Eis auf dem Fluss bricht klirrend beim Auflaufen der Stahlwanne. Einen Augenblick später blubbert das Wasser am Heck, aufgewühlt durch die Schiffsschrauben. Es wird ruhig. Der Fuchs schwimmt zielstrebig in Richtung des gegenüberliegenden Ufers.



Die Sanitäter der Bundeswehr und die Besatzung des Autokranes blicken gespannt aufs Wasser. Sie und die Soldaten in den Schlauchbooten sorgen für die Sicherheit ihrer Kameraden in dem schwimmenden Fuchs. Falls jetzt ein Notfall eintreten sollte, würden sie sofort eingreifen.
Doch der schwere Koloss schafft es routiniert über den Altarm. Zwei Schiffsschrauben am Heck treiben ihn an. Der grüne Fuchs erreicht das andere Ufer.

Geschüttelt, nicht gerührt - Wendemanöver im Wasser

Geschüttelt, nicht gerührt - Wendemanöver im Wasser

Foto: © Bundeswehr / Kemper

In der alltäglichen Ausbildung ist das Schwimmen mit dem Fuchs eher eine Ausnahme. Hohe Sicherheitsanforderungen und eine umfangreiche Schulung der Fahrer und Besatzungen sind notwendig, damit eine Übung wie die in Bogen stattfinden kann. Zudem wurde in neueren Ausbaustufen des Panzers diese Fähigkeit zugunsten eines verbesserten Panzerschutzes aufgegeben. Aus diesen Gründen hat sich zwischen der 4. Kompanie des Aufklärungsbataillons 8 und der 3. Kompanie des Panzerpionier­bataillons 4 eine Kooperation ergeben. Beide Einheiten besitzen den Transportpanzer Fuchs als Hauptwaffensystem. Während die Soldaten des Radarzuges über die geschulten Ausbilder verfügen, stellen die Panzerpioniere den Wasserübungsplatz und die Sicherheitsorganisation.

Spritztour - mit dem ausgeklappten Schwalllbrett fährt es sich noch stabiler

Spritztour - mit dem ausgeklappten Schwalllbrett fährt es sich noch stabiler

Foto: © Bundeswehr / Kemper

Aufklärer und Pioniere organisieren diese Ausbildung also gemeinsam: von der Theorie über die praktische Ausbildung am Panzer, vom Knoten bis zur Rettungsweste, von Verhaltensregeln im Notfall bis hin zum Üben von Rettungsmaßnahmen im Schwimmbad.
Das Fuchs-Schwimmen war der krönende Abschluss. Für die Panzerpioniere der 3. Kompanie geht es damit aber erst richtig los: Sie verfügen jetzt über die Voraussetzungen, um den Lehrgang „Ausbildungsleiter für das Schwimmen mit Gefechtsfahrzeugen“ zu absolvieren.




Autor: Sebastian Kemper