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Mit allen Wassern gewaschen - Feuerwehrmann bei der Bundeswehr

Feuerwehrmann – das ist der Traumberuf vieler Jugendlicher. Tim hat sich diesen Traum erfüllt. Der 31-jährige sorgt bei der Bundeswehr-Flughafenfeuerwehr in der Luftwaffenkaserne Köln-Wahn dafür, dass niemand im Flugzeug oder auf dem Flugfeld zu Schaden kommt.

Zu Tim's Aufgaben gehört es auch die Einsatzbereitschaft der Ausrüstung zu kontrollieren

Zu Tim's Aufgaben gehört es auch die Einsatzbereitschaft der Ausrüstung zu kontrollieren

Foto: © Bundeswehr/Weber

„Ohne uns würde hier nichts fliegen“, sagt Tim selbstbewusst. „15 Minuten vor jedem Start und jeder Landung halten wir uns für den Ernstfall bereit. Innerhalb von einer Minute müssen wir im Notfall vor Ort sein.“ Eine Arbeit im Hintergrund, die unerlässlich ist.
Auf dem Flughafen in Köln-Wahn starten und landen vor allem die Transportflugzeuge, mit denen die Soldaten in die Auslandseinsätze fliegen oder von dort wieder in die Heimat zurückkehren.


Löschübungen wie diese hier müssen regelmäßig durchgeführt werden

Löschübungen wie diese hier müssen regelmäßig durchgeführt werden

Foto: © Bundeswehr/Wilke




Retten, löschen, bergen

Für ihn ist das besonders spannend, da er sich als Feuerwehrmann in allen Flugzeugen genau auskennen muss. Schließlich muss er wissen, wie die Triebwerke ausgeschaltet werden können, wie man mit dem Piloten kommuniziert und welche technischen Besonderheiten die Flugzeuge haben.

Brände zu verhindern und zu bekämpfen, ist bei weitem nicht die einzige Aufgabe in seinem Arbeitstag. „Wir arbeiten in 24-Stunden-Schichten. Von 7 Uhr bis 16 Uhr gehen wir den normalen Dienst nach. Dazu gehört, die Fahrzeuge und die gesamte Ausrüstung immer einsatzbereit zu halten.

Tim bereitet sich auf seine Arbeit vor

Tim bereitet sich auf seine Arbeit vor

Foto: © Bundeswehr/Weber

Mit Grenzerfahrungen umgehen können

Ab 16 Uhr leisten die Kameradinnen und Kameraden Bereitschaftsdienst. Hier ist Zeit für Ausbildungen, Sport oder zum Lesen. „Es sei denn, es gibt einen Alarm. Dann wird natürlich alles stehen und liegen gelassen“, sagt er.

Alarm wird nicht nur ausgelöst, wenn es brennt. Tim und seine Kameraden werden zu allen möglichen Notsituationen gerufen. Zum Beispiel, wenn Personen in Unfallfahrzeugen eingeklemmt sind und befreit werden müssen. Dann kommen statt der Wasserschläuche andere Geräte zum Einsatz. „Um uns fit zu halten, trainieren wir diese Einsätze auf einem kleinen Übungsplatz in der Nähe“, erzählt er.



Er war schon immer mit der Feuerwehr verbunden. „Ich habe schon als Jugendlicher angefangen und war insgesamt 16 Jahre bei der freiwilligen Feuerwehr“, berichtet er. Sein Vater war bei der Bundeswehr. „Da lag es nahe, beides miteinander zu verbinden.

Bis heute ist er mit seiner Entscheidung glücklich und kann jeden Interessenten empfehlen es ihm nachzumachen und Feuerwehrmann bei der Bundeswehr zu werden.


Autor: Stefan Rentzsch