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Panzerkommandant in Litauen

Headerbild zum Einsatz in Litauen. Ein Panzer fährt schnell durch das Gelände.
Panzerkommandant David steht vor dem Wappen der Mission in Litauen.

Die Mission dient der Sicherung von verbündeten Nationen in Osteuropa.

Foto: © Bundeswehr

Panzerkommandant in Litauen

David ist 28 Jahre alt und Panzerfeldwebel in Bad Frankenhausen. Er übernimmt die Aufgabe des stellvertretenden Zugführers und trägt somit zusammen mit dem Zugführer die Verantwortung für den Rest der Soldatinnen und Soldaten innerhalb des Zugs. Die Mission in Litauen ist für ihn der erste Einsatz, für den er Deutschland verlassen musste. Das Ziel der Mission in Litauen ist seit Anfang 2017 die Sicherung der osteuropäischen Staaten und die Abschreckung von möglichen Bedrohungen.

David kniet vor einem Kampfpanzer Leopard 2 in einer Halle.

Nach der Übung ist vor der Übung: Bei der hohen Belastung ist eine regelmäßige Wartung der Fahrzeuge wichtig.

Foto: © Bundeswehr

Als Panzerkommandant führt David den Kampfpanzer Leopard 2 und trägt die Verantwortung für seine vierköpfige Besatzung. Diese setzt sich aus der Kraftfahrerin bzw. dem Kraftfahrer, dem Richtschützen sowie der Ladeschützin und natürlich ihm selbst, dem Kommandanten zusammen. Er berichtet: „Unsere Aufgaben in Litauen sind sehr abwechslungsreich. Wir sind viel draußen im Gelände und üben mit unseren Kampfpanzern das Schießen oder auch die Annäherung an einen simulierten Feind. Wir führen auch regelmäßig eine Waffenschau durch, zum Beispiel kürzlich für den litauischen Präsidenten, wo wir eindrucksvoll unter Beweis stellen konnten, was wir alles können. Besonders gut hat mir die Durchschlageübung gefallen, dabei mussten wir uns durch das matschige Gelände und über Hindernisse kämpfen, um an ein bestimmtes Ziel zu gelangen. Natürlich war es anstrengend, da wir nur wenig Schlaf hatten und es auch ziemlich kalt war, aber diese Erfahrungen haben uns als Team zusammengeschweißt und gezeigt, dass wir alles gemeinsam schaffen können.“

Blick ins Innere eines Kampfpanzers. Alle Instrumente sind in dem engen Raum direkt nebeneinander angeordnet.

Wenig Raum, viele Knöpfe – der Platz des Panzerkommandanten ist eng und besteht hauptsächlich aus Bedienelementen.

Foto: ©Bundeswehr

Wenn man David zuhört, merkt man schnell, dass er seine Arbeit liebt: „Auf so engem Raum zusammenzuarbeiten ist schon besonders. Nur wenn alle an einem Strang ziehen und gut aufeinander eingestellt sind, können wir die bestmögliche Leistung abrufen und im Ernstfall das Gefecht gewinnen. Jedes Besatzungsmitglied auf dem Kampfpanzer muss immer ihr bzw. sein Bestes geben, damit wir uns im Team blind aufeinander verlassen können. Alleingänge gibt es bei uns nicht. Erfolg oder Misserfolg sind immer ein Ergebnis des Teams.“

Bei internationalen Übungen gibt es auch Wettbewerbe bei denen verschiedene Nationen gegeneinander antreten. Dabei werden zum Beispiel Schießwettbewerbe mit den verschiedenen Kampfpanzern ausgetragen, bei denen es darum geht, Ziele so gut und so schnell wie möglich zu bekämpfen. David und seine Soldatinnen und Soldaten waren beim amerikanischen Schießwettbewerb so erfolgreich, dass sie zur Anerkennung die „Army Achievement Medal“, eine besondere Auszeichnung der amerikanischen Streitkräfte für besondere Leistungen, verliehen bekommen haben. Das macht ihn besonders stolz.

Ein getarnter Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 fährt über eine Freifläche vor einem Wald.

Der Leopard 2 ist sein Arbeitsplatz: Zusammen mit seinem Lade- sowie Richtschützen und seinem Fahrer ist David Unterwegs.

Foto: ©Bundeswehr

In ruhigen Momenten denkt David an seine Familie „Am meisten vermisse ich meine Freunde und die Familie, insbesondere mein Patenkind. Ein gemütlicher, geselliger Samstagabend im Freundeskreis fehlt mir hier in Litauen doch sehr. Aber auch alle meine anderen Kameraden vermisse ich. In Summe fehlen mir all die Menschen, die ich hier nicht um mich haben kann.“ sagt David.

Autor: Bundeswehr/DS