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Ein Soldat sitzt an einem Schreibtisch und schaut auf einen Monitor.
Ein Soldat hält die Landesflagge Mecklenburg-Vorpommerns in den Händen, hinter ihm ein Schild des Deutschen Einsatzkontingents.

Weit gereist: Diese Flagge wehte im jordanischen Wüstenwind und wird Tom in Zukunft an seinen ersten Einsatz erinnern.

Foto: © Bundeswehr / PAO Counter Daesh

Meister der Logistik

Ich bin Tom, 24 Jahre alt und als Materialbewirtschafter bei der Flugabwehrraketengruppe 24 in Bad Sülze eingesetzt. Das liegt in Mecklenburg-Vorpommern. Ich bin seit vier Jahren bei der Bundeswehr und habe meine Karriere 2017 bei der Marine begonnen. Schnell entschied ich mich für eine Weiterverpflichtung und bin dafür von der Marine zur Luftwaffe gewechselt. Als sich die Möglichkeit ergab, in den Einsatz zu gehen, meldete ich mich sofort freiwillig. Ich erhoffe mir, dass ich hier viele wertvolle Erkenntnisse erlange und mit meinem kleinen Nachschub-Team wichtige Erfahrungen sammeln kann.

Die Aufgaben bei der Logistik sind sehr vielseitig. Wir sorgen unter anderem dafür, dass mit dem Airbus A400M eingeflogenes Material beim richtigen Nutzer ankommt. Dazu arbeiten wir eng mit unseren Kameradinnen und Kameraden im Hauptlager zusammen. Nach dem Entladen der Maschine wird das Material zunächst zwischengelagert und erfasst. Dort holen wir es ab und überprüfen, ob alle gelieferten Güter vollzählig und vollständig sind.
Das Material für unser Camp überführen wir selbst und geben es so schnell wie möglich an die Nutzerinnen und Nutzer aus. Darüber hinaus gehört die Waffenkammer ebenso zu unserem Aufgabenbereich. Außerdem sorgen wir für den Nachschub für unsere Kameradinnen und Kameraden in Katar und im Irak. 

Zwei Soldaten stehen in einem Lagerraum und halten gemeinsam eine Schutzweste in den Händen.

Alles vollzählig und vollständig? Als Materialbewirtschafter muss Tom besondere Sorgfalt walten lassen.

Foto: © Bundeswehr / PAO Counter Daesh

Besonders Interessant für uns wird es, wenn wir anderen Teams im Camp helfen können. So unterstützen wir unter anderem unsere Sanitätskräfte bei der Annahme von Lieferungen aus Deutschland. Für den Materialempfang verlassen wir ab und zu das Camp und bekommen auf diese Weise etwas Abwechslung in unseren Tagesablauf. Bereits jetzt konnte ich eine Menge neue Erfahrungen sammeln und ich hoffe, dass das auch so bleibt. Damit wir unseren Auftrag in Jordanien erfüllen können, ist ein funktionierender Nachschub mit genügend Material für die Soldatinnen und Soldaten unerlässlich. Aus meiner Sicht kann ich sagen, dass das alles in allem sehr gut funktioniert.

Trotz der vielen tollen Erfahrungen vermisse ich natürlich einiges, was mir sehr wichtig ist. Dazu zählt ganz besonders meine Familie. Ich freue mich schon sehr darauf, sie wiederzusehen. Zudem freue ich mich darauf, meine Freunde bald wieder treffen zu können. Mir fehlt aber auch meine Heimat im schönen Mecklenburg-Vorpommern mit ihren vielen Flüssen und Seen.

Mein Einsatz neigt sich dem Ende zu und mein Ziel ist es, dass der Nachschub weiterhin funktioniert und ich die Aufgaben bald an meinen Nachfolger übergeben kann. Ich freue mich darauf, nach meiner Rückkehr gemeinsam mit meiner Familie viel Zeit zu verbringen.

Autor: Bundeswehr/TK