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Feldjäger in Jordanien

Andy steht am Rand einer Straße und schaut durch ein Lasermessgerät.
Andy steht vor einem Auto der Feldjäger und guckt in die Kamera.

Andys Tätigkeit als Feldjäger ist durch seine Binde am Arm klar gekennzeichnet.

Foto: © Bundeswehr / Jan Butzkies

Feldjäger in Jordanien

„Ich bin Andy, 43 Jahre alt und seit 1994 Soldat bei der Bundeswehr. In Deutschland bin ich in Burg stationiert und dort im Feldjägerdienstkommando eingesetzt." Derzeit ist er in Jordanien beim Deutschen Einsatzkontingent Counter Daesh. Seine Erfahrungen aus sieben AuslandseinsätzenLink öffnet sich in neuem Fenster und die Spezialisierung auf Luftsicherheit bei den Feldjägern sind hier ein großer Vorteil.

Zwei Soldaten stehen vor einer Informationstafel mit drei Uhren darüber.

Jeden Morgen schauen die Soldaten auf die Informationstafel um die Aufträge für den Tag zu sehen.

Foto: © Bundeswehr / Jan Butzkies

„Mein Tag beginnt in der Regel um 6:30 Uhr im Büro. Als erstes schaue ich auf unsere Informationstafel und informiere mich über die Aufträge, die über den Tag verteilt anstehen“, so Andy. Das Feldjägerteam ist für den Verkehrsdienst, die Luftsicherheit und vieles mehr im Einsatz in Jordanien zuständig. Neben militärpolizeilichen Aufgaben gehört aber auch die Beratung und Unterstützung der Führungskräfte vor Ort zu ihren Aufgaben. Die Zusammenarbeit mit anderen Nationen sowie die enge Zusammenarbeit mit jordanischen Behörden sind dabei ebenfalls ein Bestandteil ihrer Tätigkeit. „Hier im Einsatz unterstützen wir die Soldatinnen und Soldaten und weisen sie, wenn nötig, auch auf Regeln und Vorschriften hin. Spontane oder zusätzliche Aufträge gehören ebenfalls zum Alltag, aber im Team sind wir gut organisiert und so bietet sich uns, auch neben dem Dienst immer die Möglichkeit für einen Ausgleich zu sorgen, zum Beispiel durch Sport“, beschreibt Andy den Einsatzalltag.

Andy sitzt neben einem Gepäckband und schaut auf den Monitor einer Röntgenkontrollanlage.

Die Kontrolle von Gepäckstücken mit einer Röntgenkontrollanlage ist ein wichtiger Teil von Andys Arbeit.

Foto: © Bundeswehr / Jan Butzkies

In Jordanien sind die Feldjäger oft außerhalb des Luftwaffenstützpunktes unterwegs und lernen Land und Leute besser kennen. Da jedes Einsatzland anders ist, kann auch Andy in jedem Einsatz immer wieder neue Erfahrungen sammeln. Besonders zeigt sich das im Straßenverkehr. „Einen Arm rauszuhalten dient als Blinken, Hupen ist ein normales Kommunikationsmittel und wo eigentlich zwei Fahrspuren sind, passen auch mal vier Autos nebeneinander. Besonders bemerkenswert für mich persönlich ist die Gastfreundlichkeit der jordanischen Bevölkerung uns deutschen Soldaten gegenüber", erzählt Andy.

 

Andy sitzt auf einem Sportgerät und trainiert mit angestrengtem Gesicht.

Sport ist ein guter Ausgleich für Andy. Er hält sich auch im Einsatz fit.

Foto: © Bundeswehr / Jan Butzkies

Er berichtet weiter: „Am meisten fehlen mir natürlich meine Kinder, die Familie und meine Freunde, ohne die mein Leben nicht so bunt und abwechslungsreich wäre. Es sind oft auch die einfachen Dinge des Lebens, wie mal spontan irgendwo hinfahren zu können, mit meinen Kindern rumzutoben oder auf dem eigenen Grundstück rumzuwerkeln. Natürlich fehlt mir auch mein Heimatverein, wo ich seit Jahren Jugendtrainer bin. Förderung von Kindern steht für mich immer im Vordergrund. Es gibt für mich einfach nichts Schöneres, Kindern egal mit welcher Herkunft oder aus welcher sozialen Schicht zu einem Team zu formen und die gemeinsame Entwicklung als Mannschaft zu begleiten. Wichtig ist mir dabei immer Werte und Normen vorzuleben“, erläutert Andy. Auch wenn ihm die Heimat im Auslandseinsatz manchmal fehlt, das wird vermutlich nicht Andys letzter Einsatz gewesen sein.

 

Autor: Bundeswehr/AW