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Einsatz in Jordanien

Ein Soldat sitzt im Cockpit des Transportflugzeugs A400M.

Das Cockpit des A400M ist Jochens Arbeitsplatz.

Foto: © Bundeswehr / Birte Brechters

Mission über den Wolken 

„Hallo, mein Name ist Jochen. Ich bin Offizier bei der Luftwaffe und  Pilot des Airbus A400M, dem modernsten Transport- und schnellsten Propellerflugzeug der Welt. Nachdem ich bereits mehrfach mit meiner Crew für ein bis zwei Tage in die Einsatzgebiete der Bundeswehr geflogen bin, um Versorgungsgüter für die Soldatinnen und Soldaten zu bringen, bin ich jetzt für fünf Wochen in meinem ersten richtigen Einsatz in Jordanien.

Ich bin seit 2008 Soldat und in Deutschland im niedersächsischen Wunstorf stationiert. Dort fliege ich seit 2017 den A400M. Hier im Einsatz starten wir sechs Mal in der Woche. Unser Hauptauftrag ist der Transport von so gut wie allem, was im Einsatz gebraucht wird sowie die Luftbetankung unserer eigenen und der Flugzeuge unserer Bündnispartner. In unseren Tanks haben wir bis zu 50 Tonnen Treibstoff und können so Empfängerflugzeuge bis zu dreimal auftanken. Das spart eine Menge Zeit, da diese Flugzeuge nicht extra für die Betankung auf einem Flugplatz landen müssen und länger in der Luft verbleiben können.

Ein Pilot in Sicherheitsweste steht nachts an seinem Flugzeug, um es vor dem Flug zu überprüfen.

Zur Vorbereitung auf einen Einsatzflug bei Nacht überprüft Jochen das Flugzeug unter anderem von außen.

Foto: © Bundeswehr / Birte Brechters

Die Crew des A400M besteht aus zwei Pilotinnen bzw. Piloten und einer Technikerin bzw. einem Techniker. Unsere Mission beginnt grundsätzlich zweieinhalb Stunden vor dem geplanten Start. Die Flugvorbereitung teilen wir uns unter den Piloten auf. Der fliegende Pilot, der auch Pilot-Flying genannt wird, ist derjenige, der den Bordcomputer programmiert und die Checks für den Flug durchführt. Der andere, den wir Pilot-Monitoring nennen, überprüft die Maschine von außen auf Schäden oder andere Auffälligkeiten. Während des Fluges kümmert sich der Pilot-Monitoring auch um den Flugfunk und die Luftbetankung. Beide Rollen wechseln sich täglich ab, damit wir unsere Professionalität in beiden Bereichen erhalten können.

Zwei Tornados fliegen rechts und links neben einem A400M.

Manchmal kehren die Tornados und der A400M gemeinsam im Formationsflug von ihren Einsätzen ins Camp zurück.

Foto: © Bundeswehr / PAO CD

Das Tolle hier im Einsatz ist, dass wir gemeinsam mit den Tornadobesatzungen eine Staffel bilden. So können wir uns immer direkt austauschen und uns gegenseitig Feedback geben. In Deutschland ist dies in dieser direkten Art und Weise nicht möglich und ich finde es gut, dass wir so sehr viel voneinander lernen können. Mein besonderes Highlight ist es, dass wir hier gelegentlich in Formation fliegen können. Das erleben wir in Deutschland selten.“

Autor: Bundeswehr/JM