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Einsatz im Mittelmeer

Anna steht vor einem Drucker, in der Hand hält sie einen Stapel Papiere.

Als rechte Hand des Schiffswachtmeisters übernimmt Anna zahlreiche Aufgaben.

Foto: © Bundeswehr / PAO Ägäis

Viel zu tun im Mittelmeer

„Moin Moin, mein Name ist Anna und ich bin 22 Jahre alt. Ich bin seit Oktober 2016 Soldatin und trage mittlerweile den Dienstgrad Stabsgefreiter. Im Moment bin ich bereits zum zweiten Mal im Einsatz auf der Fregatte Mecklenburg-Vorpommern auf dem Mittelmeer. Der erste war im Rahmen der Mission ,Sophia‘, bei der wir zahlreiche in Seenot geratene Menschen retten konnten.

 

Meine Aufgaben hier an Bord sind sehr unterschiedlich. Hauptsächlich unterstütze ich den Schiffswachtmeister, also den ,Spieß‘ auf einem Schiff. Der Spieß unterstützt den Kompaniechef und kümmert sich um die dienstlichen Angelegenheiten des Personals. Zudem hat er auch immer ein offenes Ohr für die Soldatinnen und Soldaten und ist meist der erste Ansprechpartner, wenn jemand ein Problem hat. Ich schreibe und verteile die Dienstpläne, den Wachplan und helfe überall dort, wo ich gebraucht werde. Mein zweiter Aufgabenbereich ist die Kantine an Bord. Hier verkaufe ich von Süßigkeiten über Hygieneartikel alles, was meine Kameradinnen und Kameraden so im alltäglichen Leben brauchen.

Anna steht während einer Gefechtsübung an einer Tafel und markiert gefährliche Bereiche.

Während einer Gefechtsübung markiert Anna die Gefahrenbereiche an einer Tafel.

Foto: © Bundeswehr / PAO Ägäis

Aber das ist noch nicht alles: Wenn die Besatzung Gefechtsübungen durchführt, ist mein Auftrag die Lagebilderstellung und Kommunikation mit den anderen Stationen an Bord. Wenn zum Beispiel auf dem Schiff ein Feuer ausbricht, wird dies über Funk bekanntgegeben. Ich zeichne dann diese Stelle in unserem Lagebild ein und informiere meinen Vorgesetzen vor Ort, damit nicht aus Versehen einer unserer Trupps dort hineinläuft.

Bei all den Aufgaben wird es nie langweilig. Trotzdem schaffe ich es noch, fast täglich Sport zu machen. Eine eigene Sporthalle haben wir an Bord natürlich nicht, aber dafür findet sich fast immer Platz auf dem Flugdeck oder im Hubschrauberhangar.

Mit dem Seegang an Bord komme ich leider nicht immer so gut klar, sodass mir manchmal ein bisschen schlecht wird. Aber das wird durch das tolle Team, in dem ich hier meinen Dienst leiste, locker kompensiert.

: Mehrere Soldatinnen und Soldaten sitzen an einem Tisch und unterhalten sich.

Nach Dienstschluss treffen sich Anna und ihre Kameradinnen und Kameraden meist, um den ereignisreichen Tag gemütlich ausklingen zu lassen.

Foto: © Bundeswehr / PAO Ägäis

Ich bin stolz auf die Arbeit, die ich hier mache und freue mich auch über das gute Feedback meiner Vorgesetzten. Der Dienst an Bord ist gerade auch durch die vielen verschiedenen Länder, die ich dadurch kennenlerne, wirklich interessant. Ich entwickle mich durch den Kontakt mit anderen Kulturen und Nationen selber stetig weiter und dank des permanenten Austauschs mit meinen Kameradinnen und Kameraden haben sich im Laufe der Jahre viele Erlebnisse ergeben, die meinen Job hier so besonders machen."

Autor: Bundeswehr/AL