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Spürnasen im Einsatz

Zwei Hunde sitzen nebeneinander auf Gepäckboxen.

Zwei Spürnasen in Mali

Cloey und CJay sind zwei ausgebildete Sprengstoffspürhunde der Feldjäger. Die Hundeschwestern bestreiten aktuell gemeinsam ihren ersten Auslandseinsatz in Mali. Dass sie sich in Gao wiedertreffen, ist eine große Überraschung, denn sie haben sich zuletzt vor sechs Jahren während eines Trainings gesehen.

Spürhund Cloey schnüffelt an einem Paket, um mögliche Gefahren zu identifizieren.

Vor allem eingehende Post kann eine Gefahrenquelle bedeuten. Deshalb kontrollieren die Spürhunde im Camp auch die Feldpost.

Foto: © Bundeswehr / Elisabeth Rabe

Cloey und CJay sind Diensthunde der Bundeswehr. Beide wurden in der Diensthundeschule in Ulmen geboren und sind bei den Feldjägern im Einsatz. In Deutschland trennen die beiden viele hunderte Kilometer, denn Cloey lebt und arbeitet in München während CJay in Munster zuhause ist. In Gao tragen die beiden zur Sicherheit der Soldatinnen und Soldaten im Camp Castor bei, indem sie mit ihren hervorragenden Nasen auffällige Gerüche aufspüren. Sie kontrollieren beispielsweise das Gepäck der Soldatinnen und Soldaten, die kurz vor ihrem Rückflug in die Heimat stehen und schnüffeln dabei bis zu 140 Gepäckstücke pro Woche ab. Ihre Nase ist etwa vierzigmal besser als die eines Menschen, so dass sie Gefahrenstoffe wie zum Beispiel Munition und Waffen erschnüffeln können. Das erfordert viel Konzentration. Cloey und CJay laufen dann abwechselnd durch die Gepäckreihen, damit sich immer eine der beiden Hündinnen ausruhen kann. Sollten sie tatsächlich etwas Ungewöhnliches riechen, geben sie sofort Bescheid. In diesem Fall wird dann das Gepäck geöffnet und die Hundeführer schauen, was drin ist. Neben dem Gepäck wird auch die Feldpost der Soldatinnen und Soldaten, die nach Deutschland geschickt wird, von den Hunden überprüft.

Ein Hund und der Hundeführer kontrollieren die Ladefläche eines LKW.

Unsere Hundeführer sind bei den Kontrollen immer nah bei uns.

Foto: © Bundeswehr / /Elisabeth Rabe

 Mit ihren Nasen leisten sie einen großen Beitrag für die Sicherheit im Camp Castor, denn keiner riecht so gut wie sie. Sie wurden auf vielen Lehrgängen ausgebildet und haben gelernt, zwischen 15 verschiedenen Sprengstoffen und acht verschiedenen Chemikalien zu unterscheiden. Mit ihrem ausgeprägten Geruchssinn können sie sogar zwischen verschossener und scharfer Munition unterscheiden. Das muss ihnen erst einmal einer nachmachen. Deshalb bekommen die beiden Spürnasen manchmal auch einen Sonderauftrag. So unterstützen Sie etwa am Haupttor, wenn zivile Fahrzeuge in das Camp fahren und suchen Fahrzeug und Ladung nach Gefahrenstoffen ab.


Einer der Spürhunde läuft mit einem Ball im Maul durch das Camp und wedelt den Sand auf.

Ballspiele sind eine willkommene Abwechslung für die Hunde.

Foto: © Bundeswehr / /Elisabeth Rabe

Nicht nur für die Soldatinnen und Soldaten ist ein Auslandseinsatz herausfordernd. Auch für die Hunde sind die fremde Vegetation und der Klimaunterschied belastend. Am meisten vermissen sie wohl Gras und Bäume. Hier in Gao ist Sand, soweit das Auge reicht. An die Temperaturen haben sich die Diensthunde relativ schnell gewöhnt, aber trotzdem lässt es sich bei angenehmen 20 Grad besser spielen als bei 46 Grad in der Sonne. Wenn sie zurück in der Heimat sind, freuen sie sich ganz gewiss auf lange und ausgedehnte Spaziergänge im Wald.

Autor: Bundeswehr/CC