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Eine Soldatin bedient eine Ladenkasse, hinter ihr ein Regal mit verschiedenen Waren.
Eine Soldatin steht vor den Waren eines Ladens an ihrem Arbeitsplatz.

Rebecca versorgt ihre Kameradinnen und Kameraden mit zahlreichen Dingen, die das Leben im Camp ein bisschen angenehmer machen.

Foto: © Bundeswehr / Maximilian Euler

Die kleinen Dinge im Leben

Mein Name ist Rebecca. Ich bin 32 Jahre alt und wohne in Thüringen. In Deutschland bin ich bei den Fallschirmjägern in Seedorf als Materialdispositionsfeldwebel eingesetzt. Das heißt, ich bearbeite die Anträge der Kompanien, wenn sie beispielsweise Munition oder Ersatzteile brauchen.

Ich bin seit 2008 bei der Bundeswehr und habe diesen Schritt nie bereut. Nach dem Abitur wollte ich etwas Praktisches machen und die Bundeswehr hat mich schnell überzeugt. Rucksack, Waffe, Wald und Wiese – das wollte ich. Nach ein paar Jahren bei der Bundeswehr hatte ich die Möglichkeit, eine Ausbildung zur Bürokauffrau zu machen. Ein Bereich, der mir dabei auf Anhieb Spaß gemacht hat und den ich mit sehr guten Leistungen abschloss, war Logistik.

In meinem ersten Einsatz im Irak bin ich als Marketenderfeldwebel eingesetzt und versorge meine Kameradinnen und Kameraden mit Waren des täglichen Bedarfs. Bei mir können sie Dinge kaufen, die den Einsatz etwas angenehmer gestalten, oder die sie für den Alltag brauchen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Getränke und Snacks, aber im Sortiment befinden sich auch Artikel wie Sonnenbrillen oder Kleinigkeiten, die man als Geschenk in die Heimat schicken kann.

Eine Soldatin steht angelehnt an einen Container und schaut in die Kamera.

Neben ihrer Tätigkeit beim Verkauf von Waren unterstützt Rebecca in vielen weiteren Bereichen des Camps.

Foto: © Bundeswehr / Maximilian Euler

Zu meiner Arbeit in dem kleinen Laden gehört das ganz normale Tagesgeschäft wie der Verkauf der Waren und die Kontrolle des Mindesthaltbarkeitsdatums. Darüber hinaus kümmere ich mich um die Warenbestellungen je nach Bedarf der Truppe und die monatliche Inventur. Neben meiner Tätigkeit unterstütze ich die anderen Logistiker beim Tausch von Einsatzbekleidung sowie bei der Bestandskontrolle, Lagerung und Inventur der Ausrüstung. Im Ernstfall werde ich als Sicherungskraft eingesetzt, um mit anderen Soldatinnen und Soldaten das Camp zu verteidigen.

Meine persönliche Motivation in den Einsatz zu gehen, war es ein Vorbild für andere Soldatinnen und Soldaten zu sein. Es macht mich stolz, dass ich aufgrund meiner Leistungen in anderen Bereichen unterstützen kann, um zusätzlich Aufgaben zu übernehmen. Das sorgt dafür, dass mir hier niemals langweilig wird und erfordert zudem ein wenig Planung, um beide Jobs gut erfüllen zu können.
Meine Familie und mein Partner unterstützen mich bedingungslos in allem, was ich erreichen möchte. Sie sind stolz und stehen immer hinter den Entscheidungen, die ich treffe. Ich kenne es zwar, meinen Partner nur am Wochenende zu sehen, dennoch ist ein Einsatz über mehrere Monate eine besondere Herausforderung.

Mir fehlen insbesondere die Trainingseinheiten mit meiner Hündin und die Spaziergänge mit ihr durch die Landschaft Thüringens. Auch ist es recht ungewohnt, an den Wochenenden nicht zu Hause zu sein, da mein Partner und ich es sehr schätzen, regelmäßig kleine Kurztrips durch Deutschland zu unternehmen, um gemeinsam Zeit miteinander zu verbringen: Ich vermisse ihn und meine Familie.

Bald wird es im Irak wieder deutlich wärmer – bis zu 50 Grad. Das heißt, ich muss mich an das Arbeiten in der zunehmenden Wärme, wenn nicht sogar extremen Hitze, gewöhnen. Da ich täglich Sport treibe, um meine körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern, habe ich mir bisher kleinere Etappenziele gesetzt, um das große Ziel am Einsatzende zu packen: der Sommerbody 2021. Nach dem Einsatz, und wenn es die Pandemielage hergibt, freue ich mich auf einen schönen langen Urlaub mit meinem Partner, um einfach mal entspannen zu können.

Autor: Bundeswehr/RD