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Gut ausgerüstet für Olympia

Sportsoldaten bei Olympia: Dresscode mal anders

Erdfarbene Parkas, leuchtende Sneaker und ganz viel Vorfreude: Die Olympioniken der Bundeswehr- Sportfördergruppe Bischofswiesen bei der Einkleidung der deutschen Mannschaft für die Olympischen Winterspiele 2018

Snowboarder Patrick Bussler bekommt seine Olympiabekleidung

Snowboarder Patrick Bussler bekommt seine Olympiabekleidung

Foto: Bundeswehr/Englmann

Als erstes kommt die rote Bommelmütze in den Einkaufswagen. Es gibt sie in zwei Größen, da muss man nicht lange suchen. Es folgen schwarze Fleece-Handschuhe, und dann geht es in eine Ecke zum Anprobieren der knallfarbenen Sneaker. Snowboarder Hauptfeldwebel Patrick Bussler von der Sportfördergruppe Bischofswiesen ist unter den ersten, die an diesem Tag an die Theke mit den Accessoires kommen und dort Mützen und Handschuhe, Socken, Gym-Bag, Reisetaschen und Turnschuhe im Deutschland-Design empfangen. Mit einem tiefen Einkaufswagen geht es in der kreisrunden historischen Halle des Münchner Postpalasts von Station zu Station, bis alle Einzelteile in der richtigen Größe eingepackt sind. Der Morgen beginnt ruhig, denn wegen eines Schneeeinbruchs stehen die meisten Wintersportler erstmal im Stau, bevor sie die Landeshauptstadt erreichen. 

Snowboarder Stefan Baumeister (links) und Skispringer Richard Freitag (rechts) in unterschiedlichen Olympia-Outfits

Snowboarder Stefan Baumeister (links) und Skispringer Richard Freitag (rechts) in unterschiedlichen Olympia-Outfits

Foto: Bundeswehr/Englmann

Skispringer und Skispringerinnen, Snowboarder und Snowboarderinnen, Bobfahrer und Bobfahrerinnen haben an diesem Tag ihren Einkleidungs­termin in München. Für die Olympischen Winterspiele 2018 in Südkorea Hauptstadt Pyeongchang bekommt jede(r) Sportler/Sportlerin insgesamt 63 Teile, von der Adilette bis zum Stirnband, vom Parka bis zur langen Unterhose. Die Deutschen Olympioniken tragen 2018 einheitliche Outfits in klaren Formen und schlichten Farben. Gedeckte Grün-, Grau- und Beigetöne dominieren und bringen die einzelnen signalroten Stücke aus der Kollektion gut zur Geltung. Alles ist mit allem kombinierbar. Gefreiter Ann-Christin Strack, die als Ersatzfrau im Bob-Team mit nach Südkorea fliegt, ist von dem roten Kapuzenpulli begeistert: „Ich finde den Hoodie mega!“ Oberfeldwebel Stefan Baumeister, Snowboarder, meint, die Einlauf­kleidung sei besonders lässig, ist aber auch Fan der roten Bommelmütze.

Von links Bob-Anschieberin Ann-Christin Strack, Snowboarderin Carolin Langenhorst im Gespräch mit Ralf Angermüller (Leiter Sportfördergruppe Bischofwiesen)

Von links Bob-Anschieberin Ann-Christin Strack, Snowboarderin Carolin Langenhorst im Gespräch mit Ralf Angermüller (Leiter Sportfördergruppe Bischofwiesen)

Foto: Bundeswehr/Englmann

15 Sportlerinnen und Sportler sowie fünf Trainer aus der Sportfördergruppe Bischofswiesen fahren zu den Olympischen Spielen nach Korea. Stabsunteroffizier Johannes Höpfl, Snowboard-Athlet in der Halfpipe, ist schon zum zweiten Mal bei Winterspielen dabei und vor allem von der Qualität der Sportkleidung angetan. Ihm und seinem Kameraden Stefan Baumeister gefallen die Outfits zum Einmarsch ins Stadion bei der Eröffnungsfeier besonders gut. Stabsunteroffizier Höpfl freut sich - außer auf die Wettkämpfe - auf die Stimmung bei den Olympischen Spielen: „Wenn man da vor Ort ist, im Olympischen Dorf mit den anderen Nationen und Disziplinen zusammenkommt, das ist einfach was ganz was Besonderes“, erzählt er.  Seine Snowboard-Kameradin Hauptgefreiter Carolin Langenhorst hat sich zum ersten Mal für Olympische Spiele qualifiziert und fiebert ebenfalls den Spielen entgegen. 

Die Snowboarder warten gespannt auf Olympia: Von links Johannes Höpfl, Stefan Baumeister und Alexander Bergmann

Die Snowboarder warten gespannt auf Olympia: Von links Johannes Höpfl, Stefan Baumeister und Alexander Bergmann

Foto: Bundeswehr/Englmann

Während die ersten Athleten gegen Mittag ihre Ausrüstung beisammen haben und sich an der Saftbar einen Smoothie holen, stehen die Bobfahrer noch in der Schlange. Die Einkaufswagen verkeilen sich schier an der Ausgabetheke für die Herrenkleidung. Bob-Trainer Stabsfeldwebel Sven Rühr nimmt’s gelassen und freut sich besonders auf die Wärmeschutzkleidung: „Wir haben im Februar, denke ich, schon sehr tiefe Temperaturen.“ Vor allem aber erwartet Stabsfeldwebel Rühr gute Bob-Rennen: „Wir haben drei hervorragende Teams bei den Frauen und drei hervorragende Teams bei den Männern, und das wird mit Sicherheit ein spannendes Erlebnis werden.“ Mit solchen Aussichten kann man schon mal länger an der T-Shirt-Ausgabe stehen.


Autor: Felicia Englmann