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Marine im Einsatz

Marine im Einsatz - Auf See für Deutschland

Die Bundeswehr nimmt rund um den Globus an Auslandseinsätzen teil und sorgt auch weit weg von der Heimat für unsere Sicherheit. Über 16.000 Menschen arbeiten bei der Marine. Die Soldatinnen und Soldaten auf See sind auf den Weltmeeren auf verschiedenen Schiffen der Bundeswehr im Einsatz - Tag für Tag. Heute stellen wir dir eines dieser Schiffe vor - nämlich die neueste Fregatte der Bundeswehr, die Fregatte der Baden-Württemberg-Klasse.



Die Fregatte liegt im Hafen an.

Die Fregatte Baden-Württemberg wurde 2019 in den Dienst gestellt.

Foto: © Bundeswehr / Kim Brakensiek

Fregatten sind die größten kämpfenden Einheiten der Marine und für den Einsatz auf Hoher See optimiert. Sie können Ziele über, auf sowie unter Wasser, in der Luft und an Land bekämpfen. So sind einige Fregatten auf die U-Boot Jagd spezialisiert, während andere besondere Fähigkeiten zum Kampf gegen Flugzeuge besitzen. Mit diesen Spezialisierungen werden Fregatten häufig zum Schutz von größeren Schiffsverbänden eingesetzt. Die neuen Schiffe der Baden-Württemberg-Klasse wurden auf Grundlage der langjährigen Erfahrungen aus den internationalen Einsätzen der Marine entwickelt. Sie wurden auf die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen in Stabilisierungs­operationen, das sind weltweite Operationen zur Vermeidung von Krisen und Konflikten, entwickelt. Zu den aktuellen Aufgaben der Schiffe gehört es, den Seeraum zu überwachen und für Sicherheit in Krisenregionen zu sorgen.

 

Ein Soldat erklärt einem anderen mithilfe eines Bildschirms die komplexe Technik an Bord.

Die Brücke auf der Fregatte ist mit komplexer Technik ausgestattet.

Foto: © Bundeswehr / Kim Brakensiek

Mit insgesamt vier Fregatten dieser neuen Klasse wird die Marine über technologisch führende Kriegsschiffe der Welt verfügen. Das erste Schiff trägt auch den Namen der Klasse, „Baden-Württemberg“ und ist bereits seit Juni 2019 in Dienst gestellt. Die anderen drei Fregatten sollen bis zum Jahr 2021 folgen.

Übrigens unterscheidet die Marine abhängig von der Anzahl an OffizierenLink öffnet sich in neuem Fenster an Bord zwischen Schiffen und Booten. Die zumeist größeren Schiffe werden traditionell in der Marine nach Bundesländern benannt, die in der Regel kleineren Boote, wie z.B. die Korvetten, nach Städten. Wenn du dich auch für die Korvette interessierst, dann klick dich doch hier einmal durch die „BraunschweigLink öffnet sich in neuem Fenster“.

 

Der Fahrstufenregler hat einen Hebel, der auf- und abgeschoben wird, um die Geschwindigkeit  einer Fregatte zu regeln.

Der „Fahrstufenregler“ ist quasi das Gaspedal mit dem die Geschwindigkeit auf dem Schiff reguliert wird.

Foto: © Bundeswehr / Carsten Vennemann

In den heutigen internationalen Operationen wird es immer wichtiger, dass die Schiffe der Bundeswehr auch über einen längeren Zeitraum außerhalb der Heimat einsatzfähig bleiben. Jede zusätzliche Fahrt zurück nach Deutschland würde die Effizienz im Einsatz verkürzen. Deshalb wurde die neue Fregatte so entwickelt, dass sie durch längere Wartungsintervalle bis zu zwei Jahre lang unabhängig vom Heimathafen ihren Auftrag erfüllen kann. Dadurch werden langfristig auch Kosten gesenkt.

Die gesteigerte Effizienz der Fregatte zeigt sich auch an der Personenanzahl an Bord. Eine Fregatte älterer Baureihe benötigt noch über 200 Personen an Bord, um einen reibungslosen Betriebsablauf zu gewährleisten. Die Fregatte der Baden-Württemberg-Klasse hingegen benötigt nur noch 126 Personen.

 

Ein Einsatzboot der Bundeswehr an Bord einer Bundeswehr Fregatte wird zu Wasser gelassen.

Bis zu vier dieser Einsatzboote können bei Bedarf zu Wasser gelassen werden.

Foto: © Bundeswehr / Carsten Vennemann

Die Fregatte verfügt über vier Einsatzboote, die bei Bedarf ins Wasser gelassen werden, um schnell handeln zu können. Diese Boote haben eine Reichweite von 130 Kilometern und können bis zu 15 Personen aufnehmen. So können mit den Booten Spezialkräfte transportiert, andere Wasser­fahrzeuge beschützt oder Menschen aus Notsituationen evakuiert werden.

Zur Bewaffnung der Fregatte gehören unter anderem fünf große Maschinengewehre, ein Hauptgeschütz und eine Raketenabwehranlage. Um sich verteidigen zu können, verfügt das Schiff über eine Videoüberwachungsanlage sowie eine Anti-Taucher-Sonaranlage, die Taucher, die beispielsweise eine Mine unter Wasser am Rumpf des Schiffes anbringen möchten, erkennt und abwehren kann.

 

 

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Autor: Bundeswehr/TR