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Hubschrauberpilotin

Eine Pilotin beobachtet einen Hubschrauber vom Typ Sea Lynx beim Fliegen.
Hubschrauberpilotin Tabea sitzt auf ihrem Arbeitsplatz im Cockpit.

Hubschrauberpilotin Tabea hat ihren Traum vom Fliegen wahrgemacht. An ihrem Arbeitsplatz – dem Cockpit des Hubschraubers Sea Lynx – fühlt sie sich am wohlsten.

Foto: © Bundeswehr / Sonja Dombrowski

Sea Lynx Pilotin bei den Marinefliegern

„Die coolste Sache der Welt!“ Tabeas Traum war es schon immer, Pilotin zu werden. Bei den Marinefliegern kann sie ihre Leidenschaft für die Elemente Wasser und Luft vereinen. Der Bordhubschrauber Sea Lynx ist dabei ihr täglicher Begleiter, wenn es heißt, bei Aufklärungsmissionen zu unterstützen oder in Not geratene Seeleute zu retten. 

Die Hubschrauberpilotinnen und –piloten der Marineflieger Link öffnet sich in neuem Fenstersind der verlängerte Arm einer Fregatte Link öffnet sich in neuem Fensterund unterstützen die Besatzung durch die Aufklärung von Zielen oder die Bekämpfung von U-Booten im Ernstfall. Außerdem können sie bei Such- und Rettungsmissionen dazu beitragen, in Not geratene Menschen zu retten. „Ich liebe die Herausforderungen als Pilotin bei den Marinefliegern", schwärmt Tabea. Der Einsatz nur wenige Meter über der See und die Fähigkeit, von bewegenden Objekten wie Fregatten oder Korvetten abzuheben, unterscheidet ihre Tätigkeit von ihren Kameradinnen und Kameraden, die die Hubschrauber beim Heer Link öffnet sich in neuem Fensteroder der Luftwaffe Link öffnet sich in neuem Fensterfliegen.

Ein Hubschrauber vom Typ Sea Lynx fliegt zur Begleitung über zwei Schiffen der Bundeswehr.

Tabea und ihre Crew arbeiten eng mit den Besatzungen der Bundeswehrschiffe, hier dem Hochseeschlepper A1458 und der Fregatte F214 Lübeck, zusammen.

Foto: © Bundeswehr / Marcus Mohr

Um heute im Cockpit des Bordhubschraubers Sea Lynx sitzen zu dürfen, musste sie einiges leisten und viele Lehrgänge absolvieren. Noch vor Beginn der Ausbildung galt es erst einmal, das Auswahlverfahren zu bestehen. In diesem musste sie zahlreiche Tests, unter anderem zu ihrer Reaktions- und Koordinationsfähigkeit absolvieren und auch ihre körperliche Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Erst nach der intensiven Begutachtung stand fest, dass sie an der Ausbildung zur Pilotin teilnehmen durfte. 
Nach der regulären Ausbildung zum Offizier Link öffnet sich in neuem Fensterund ihrem Studium Link öffnet sich in neuem Fensterfolgte eine umfangreiche theoretische Ausbildung rund um das Fliegen. Wie funktioniert die Technik? Was ist in der Luft erlaubt und was nicht? Wie kann es sein, dass ein Hubschrauber, wie der Sea Lynx, trotz seines Gewichts abheben kann? Kurz und Knapp: theoretische Ausbildung in Technik, Recht, Physik und vielem mehr. „Natürlich musste ich zuallererst die Grundlagen beherrschen, bevor ich das erste Mal in das Cockpit der Maschine durfte“, erinnert sich Tabea. Sie vergleicht die Ausbildung mit der Führerscheinprüfung für das Auto. Auch dort galt: erst Theorie, dann Praxis.

Zwei Hubschrauberpiloten sitzen im Cockpit des Hubschrauber-Simulators vor einer Reihe von leuchtenden Messinstrumenten.

Im Hubschraubersimulator – hier für den Typ EC 135 – lernen die angehenden Hubschrauberpilotinnen und –piloten herausfordernde Situationen zu meistern.

Foto: © Bundeswehr / Christian Vierfuß

Im Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum in Bückeburg wurde es dann ernst für die angehende Pilotin. Hier wurde sie auf dem Schulungshubschrauber EC-135 ausgebildet und erlernte das eigentliche Fliegen. „Die Aufregung und Vorfreude ist natürlich riesig, wenn man seinen ersten Flug antritt.“ Nach vielen Übungsflügen und bestandenem Lehrgang ging es im Anschluss für Tabea zurück an die Nordsee nach Nordholz, der Heimat der Marineflieger. Dort wurde sie dann auf den Bordhubschrauber Sea Lynx umgeschult. „Jedes System fliegt sich natürlich etwas anders. Aber daran habe ich mich schnell gewöhnt. Neben den fliegerischen Aspekten standen die taktische Ausbildung und die Besonderheiten bei der Marine im Vordergrund. Also zum Beispiel das Starten und Landen von Schiffen, das Fliegen über dem Meer oder die U-Boot JagdLink öffnet sich in neuem Fenster.“, berichtet Tabea weiter. 

Vier Personen posieren vor einem Bordhubschrauber vom Typ Sea Lynx.

Gefragte Interviewpartner! Ein Social Media Team der Bundeswehr hat Tabea und ihre Crew in Nordholz besucht. Crewmitglied Lars ist auch in der neuen YouTube Serie zu sehen.

Foto: © Bundeswehr / Landau

Seitdem ist das Team um Tabea und der Bordhubschrauber Sea Lynx regelmäßig auf den Fregatten der Marine Link öffnet sich in neuem Fensterim Einsatz. Dabei verbringen sie regelmäßig zwischen 25 und 90 Tagen an Bord auf hoher See oder sind auch mal nur kurzfristiger „Gast“ bei Übungen oder kürzeren Seefahrten. „Vorbereitung ist dabei stets das Wichtigste vor jedem Flug.“, stellt Tabea heraus. Wie sind die Witterungsverhältnisse? Was ist die beste Flugstrecke und wo lauern mögliche Gefahren? Unterstützt wird sie dabei durch einen sogenannten Operator. Dieser klärt sie über mögliche Gefahren auf der Flugstrecke oder in der Landezone auf. Während des Fluges bedient der Operator die Seilwinde oder überwacht das Sonargerät bei der U-Boot Jagd. Damit gehört er ebenso zur Crew wie die Co-Pilotin oder der Co-Pilot. „Ohne Teamarbeit geht bei uns gar nichts. Wir müssen uns blind aufeinander verlassen können und jeder hat klar definierte Aufgaben,“ weiß Tabea.

Tabea steht mit ihrem Kollegen vor einer Karte, um den Flug zu planen.

Der Operator unterstützt bei der Flugvorbereitung und bedient im Flug die Rettungswinde.

Foto: © Bundeswehr / Sonja Paetzold

 Wie es einer anderen Pilotin des Sea Lynx an Bord einer Fregatte ergeht und noch mehr spannende Einblicke in die Marine gibt es aktuell auch in unserer Serie „BESATZUNG BRAVO – Kameradschaft auf hoher See“.  Bis Mitte Dezember erfährst du immer montags bis donnerstags jeweils um 17 Uhr, was die Soldatinnen und Soldaten an Bord machen und welche Herausforderungen sie täglich erwarten. Schau dazu einfach auf unserem YouTube-Kanal „Bundeswehr Exclusive" vorbei.

Autor: Bundeswehr/AS