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Die Bundeswehr in Zeiten von Corona

Das ganze Land, die ganze Welt wird derzeit von einem Thema bestimmt. Die Ausbreitung und die Folgen des Coronavirus. Dies geht natürlich nicht spurlos an der Bundeswehr vorbei. Wie wir mit dem Thema umgehen und wie die Bundeswehr unterstützen kann und bereits unterstützt, dass erfährst du in unserem heutigen Artikel.

Soldatin, die sich die Hände desinfiziert.

Das Händewaschen und Desinfizieren ist in Zeiten von Corona das A und O.

Foto: © Bundeswehr / Weber

Das Coronavirus, bzw. die durch das Virus ausgelöste Krankheit COVID-19, wurde durch die Weltgesundheitsorganisation als Pandemie erklärt, also eine länder- und kontinentübergreifende Ausbreitung einer Krankheit. Dies betrifft damit nicht nur die Standorte der Bundeswehr in Deutschland, sondern auch in den Einsatzgebieten oder den Dienststellen im Ausland.

Die Bundeswehr muss jedoch weiterhin handlungsfähig bleiben, um ihre zentralen Aufgaben wahrnehmen zu können. Dies gilt für den Schutz der Bundesrepublik Deutschland, unsere Verpflichtungen in den EinsätzenLink öffnet sich in neuem Fenster, als auch für den Betrieb in der Heimat. Gleichzeitig leistet sie aber auch ihren Beitrag zur Verlangsamung der Ausbreitung der Krankheit. Dazu wurden Schutzmaßnahmen getroffen. An allen Dienststellen hängen derzeit Handlungsanweisungen aus, die darüber informieren, wie wir als Bundeswehrangehörige uns verhalten müssen. Hände waschen; Husten und Niesen in die Armbeuge; Abstand halten! Das ist erstmal ungewohnt, aber mit  Disziplin schnell und problemlos in die Tat umgesetzt.

Zwei Soldatinnen vor einem voll beladenem Medikamentenwagen

In den Bundeswehrkrankenhäusern und Apotheken helfen unsere Soldatinnen und Soldaten mit ärztlicher Versorgung und Medikamenten.

Foto: © Bundeswehr / Grueterich

Darüber hinaus haben wir einzelne Kasernen vorerst geschlossen, zum Beispiel die Universitäten der Bundeswehr. Wo möglich, sind wir in einen Schichtbetrieb übergegangen und haben Soldatinnen und Soldaten, sowie zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in das sogenannte Home-Office geschickt. Damit können sie von zuhause weiterarbeiten und das Übertragungsrisiko wird weiter minimiert. Die Vereinbarkeit vom Familie und Dienst ist natürlich auch gerade jetzt ein Kernthema. Zur Betreuung von Kindern, die von den Schul- und Kita-Schließungen betroffen sind, haben wir zahlreichen Angehörigen auch Sonderurlaub gewährt.

Unser SanitätsdienstLink öffnet sich in neuem Fenster hat ebenfalls viele Maßnahmen ergriffen. Eine große Zahl an isolierten Betreuungsmöglichkeiten für Patienten wurde in Kasernen geschaffen. Die fünf Bundeswehrkrankenhäuser haben sich auf eine erhöhte Zahl von zivilen Patienten eingestellt. Ehemalige Soldatinnen und Soldaten, sogenannten Reservistinnen und Reservisten, wurden gebeten die diversen Gesundheitseinrichtungen der Bundeswehr temporär zu unterstützen. Unsere „Hausarztpraxen“, die sogenannten Truppenärzte, setzen die derzeit gültigen Richtlinien der Gesundheitsbehörden um. Außerdem findet ein permanenter Austausch zwischen unseren Fachleuten und den Experten aus zivilen Behörden und dem Robert Koch-InstitutLink öffnet sich in neuem Fenster statt.

Grauer Airbus der Luftwaffe steht auf dem Flugfeld bereit für den Flug nach Wuhan.

Der Airbus A310 steht bereit für die Evakuierung deutscher Staatsbürger aus Wuhan.

Foto: © Bundeswehr / Straub

Auch außerhalb des Sanitätsdienstes kann die Bundeswehr Unterstützung für die Gesellschaft anbieten. Auf Antrag anderer Behörden, beispielsweise der Bundesländer, kann die Bundeswehr die sogenannte Amtshilfe leisten. Dazu gibt es unterschiedliche rechtliche Grundlagen und Voraussetzungen, die im Einzelfall geprüft werden. Einfache Beispiele sind die Beschaffung, Bereitstellung und der Transport von Material, wie Schutzkleidung, medizinischer Ausrüstung oder Feldbetten. Wir unterstützen aber auch mit Personal. So haben Soldatinnen und Soldaten der PanzergrenadiertruppeLink öffnet sich in neuem Fenster beim „Megastau“ auf der Autobahn A4 dabei geholfen, Personen mit Wasser, Lebensmitteln und Decken zu versorgen. Darüber hinaus hast du ja vielleicht schon davon gehört, dass die Bundeswehr mit Flugzeugen der Luftwaffe deutsche Staatsbürger aus China abgeholt hat.

Wie du gesehen hast, leistet die Bundeswehr einen entscheidenden Beitrag. Leiste auch du deinen Beitrag: Teile keine Falschinformationen über Social Media. Informiere dich auf den Internetseiten der öffentlichen Stellen, wie beispielsweise auf der Seite des BundesgesundheitsministeriumsLink öffnet sich in neuem Fenster.

Beachte die Hygieneregeln und halte dich an die Husten- und Niesetiquette. Halte Abstand und bleib Zuhause, wann immer möglich. Wir alle tragen Verantwortung und können helfen.

Viele weitere Informationen zu den Maßnahmen der Bundeswehr findest du auf www.bundeswehr.deLink öffnet sich in neuem Fenster.

Autor: Bundeswehr/JL