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Ein Spähwagen vom Typ Fennek fährt durch einen Wald.
Eine Soldatin schaut aus der Luke eines Spähwagens vom Typ Fennek.

Alexandra ist stolz darauf, ein Teil der Besatzung des Spähwagens Fennek zu sein und ihren Beitrag zum Erfolg des Teams zu leisten.

Foto: © Bundeswehr

Hey! Mein Name ist Alexandra, ich bin 21 Jahre alt und seit zwei Jahren bei der Bundeswehr. Eingesetzt bin ich als Systembedienerin auf dem Spähwagen Fennek im Aufklärungsbataillon 7 im westfälischen Ahlen. Mit meinem Dienst als Soldatin geht für mich ein lang gehegter Traum in Erfüllung.

Die Entscheidung zur Bundeswehr zu gehen, stand früh für mich fest, da ein Teil meiner Familie ebenfalls bei der Bundeswehr gedient hat und ich mich schon immer für deren Arbeit und Tätigkeit interessiert habe. Somit bekam ich das Interesse am Soldatenberuf bereits in die Wiege gelegt. Als es dann endlich losging, wartete die dreimonatige GrundausbildungLink öffnet sich in neuem Fenster auf mich und ich lernte die Grundlagen des Marschierens, Schießens und vor allem Disziplin in einer vollkommen neuen Form kennen. In der Anfangszeit lernten wir Soldatinnen und Soldaten unsere körperlichen und geistigen Belastungsgrenzen einzuschätzen, um so auch in stressigen Situationen, wie auf langen Übungen mit wenig Schlaf, immer konzentriert und wachsam zu bleiben.

Ein Spähwagen vom Typ Fennek fährt durch einen Wald.

Möglichst leise und gut getarnt beobachten die Soldatinnen und Soldaten der Heeresaufklärungstruppe ihr Umfeld.

Foto: © Bundeswehr / Marco Dorow

Anschließend ging es für mich zur Aufklärungstruppe nach Ahlen, wo weitere Ausbildungen auf mich warteten, um als Systembedienerin für den Spähwagen Fennek eingesetzt werden zu können. Dabei lernte ich die Waffen, Optroniken, Funkgeräte und vieles mehr kennen und richtig zu bedienen. Besonders die ersten Wochen waren sehr prägend für mich, da ich in dieser Zeit die Aufgaben und Herausforderungen der Aufklärungstruppe kennenlernen durfte. Die ersten Übungen über mehrere Tage und der erste Kontakt zu „unserem“ Fennek werde ich so schnell nicht vergessen!

Als Systembedienerin gehöre ich neben der Kommandantin oder dem Kommandanten und der Kraftfahrerin bzw. dem Kraftfahrer zu der dreiköpfigen Besatzung des Spähwagens Fennek. Als „Auge“ des Fahrzeugs suche ich mithilfe der Optroniken feindliche Ziele und bediene das Waffensystem des Fenneks. Doch etwas anderes ist für uns neben der Waffenanlage noch besonders wichtig: ein einwandfrei funktionierender Funkbetrieb, denn ohne Funkgeräte können wir unsere gesammelten Informationen nicht weitergeben. Dazu überprüfen wir regelmäßig die Funkfrequenzen und schauen, dass unsere Technik einwandfrei funktioniert.

Ein Soldat steht hinter einer Optronik eines Spähwagens vom Typ Fennek.

Mit einer Vielzahl an Optroniken können die Aufklärer auch bei Regen, Dunkelheit und auf weite Entfernungen feindliche Bewegungen erkennen.

Foto: © Bundeswehr / Maximilian Schulz

Meine Arbeit ist super abwechslungsreich und immer wieder warten neue Herausforderungen auf mich. Wir sind regelmäßig auf Übungen unterwegs und verbringen mehrere Tage und Nächte im Freien. Dabei trainieren wir dann den Einsatz unserer Bordwaffen oder unser taktisches Verhalten und wie wir möglichst unerkannt bei Tag und bei Nacht uns gewissen Aufklärungszielen annähern, um dort Informationen zu beschaffen. Diese Informationen geben wir dann an unsere Kameradinnen und Kameraden weiter und warnen sie dadurch zum Beispiel vor möglichen Gefahren. Wir sind so ausgebildet, dass wir auch hinter feindlichen Linien und weit entfernt von den eigenen Kräften eingesetzt werden können. Da dürfen keine Fehler passieren!

Das besondere in der Aufklärungstruppe ist, dass jede Person auf dem Spähwagen Fennek eine wichtige Funktion einnimmt. Als kleines Team aus nur drei Soldatinnen und Soldaten ist es wichtig, dass wir eine eingeschworene Gemeinschaft bilden, in der sich alle aufeinander verlassen können. Auf Übungen, im Einsatz oder auch im Alltag wachsen wir dabei mit jeder Aufgabe mehr zusammen, da wir eben nur als Team erfolgreich sein können.

Obwohl ich noch nicht sehr lange bei der Bundeswehr bin, kann ich schon sehr selbstständig und eigenverantwortlich handeln. Dass ich die Möglichkeit bekomme, Ideen einzubringen und zur Verbesserung der Abläufe beitragen kann, hat mir bislang besonders gefallen. Deshalb ist mein nächstes Ziel der Wechsel in die Laufbahn der Offizierinnen und OffiziereLink öffnet sich in neuem Fenster. Dort möchte ich selbst noch mehr Verantwortung übernehmen und junge Soldatinnen und Soldaten anleiten und führen.

Mehr Eindrücke von der Vielseitigkeit meiner Heeresaufklärungstruppe gewinnst du im Video.

Autor: Bundeswehr / AB